Haarausfall nach der Schwangerschaft: Wie lange und was hilft?

Haarausfall nach der Schwangerschaft: Wie lange und was hilft?

Redaktion, 20. APRIl 2026

haarausfall nach der schwangerschaft wie lange

Viele frischgebackene Mütter erschrecken sich über plötzlichen Haarausfall Wochen nach der Geburt

Die Schwangerschaft ist für viele Frauen eine Zeit, in der die Haare besonders voll und kräftig wirken. Umso größer ist dann der Schock, wenn einige Wochen nach der Geburt plötzlich büschelweise Haare auf dem Kissen, im Abfluss oder auf der Haarbürste landen. Viele frischgebackene Mütter erschrecken sich in dieser Phase – und fürchten, dauerhaft Haare zu verlieren. Die gute Nachricht: Haarausfall nach der Schwangerschaft ist weit verbreitet, biologisch erklärbar und hört in den meisten Fällen wieder auf. Was dahintersteckt, wie lange es dauert und was man tun kann, erklären wir in diesem Artikel.

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Warum fallen nach der Schwangerschaft die Haare aus?

Der Haarausfall nach der Geburt hat einen medizinischen Namen: postpartales Effluvium. Es ist eine direkte Folge der hormonellen Veränderungen, die der weibliche Körper nach der Entbindung durchläuft – um diesen Haarausfall zu verstehen, benötigt man zunächst das Verständnis des natürlichen Haarzyklus.

Der Haarzyklus und was in der Schwangerschaft passiert

Jedes Haar durchläuft einen natürlichen Wachstumszyklus mit drei Phasen: der Wachstumsphase (Anagenphase, 2–6 Jahre), der Übergangsphase (Katagenphase, wenige Wochen) und der Ruhephase (Telogenphase, 3–4 Monate), nach der das Haar ausfällt. Normalerweise befinden sich etwa 85 Prozent aller Haare gleichzeitig in der Wachstumsphase.

Während der Schwangerschaft produziert der Körper stark erhöhte Mengen an Östrogen. Dieses Hormon verzögert den Haarausfall Zyklus: Die Haarfollikel bleiben länger in der Wachstumsphase. Bis zu 95 Prozent aller Haare befinden sich in dieser Zeit gleichzeitig im Wachstum – die Haare werden dichter, kräftiger und fühlen sich voller an. Viele Frauen haben während ihrer Schwangerschaft die schönsten Haare ihres Lebens.

Der Östrogenabfall nach der Geburt

Nach der Entbindung fällt der Östrogenspiegel abrupt ab. Der Körper stellt die Hormonproduktion auf das Niveau vor der Schwangerschaft zurück. Die Folge: Alle Haarfollikel, die während der Schwangerschaft künstlich in der Wachstumsphase gehalten wurden, wechseln nun gleichzeitig in die Ruhephase – und fallen dann gemeinsam aus. Es fallen also nicht mehr Haare aus als üblich, sondern die Haare, die man während der Schwangerschaft nicht verloren hat, fallen jetzt alle auf einmal aus.

Dieser Prozess setzt typischerweise zwei bis vier Monate nach der Geburt ein und ist am stärksten zwischen dem dritten und fünften Monat nach der Entbindung. Etwa 50 Prozent aller Mütter erleben diesen postpartalen Haarausfall.

Der Östrogenabfall nach der Geburt

Nach der Entbindung fällt der Östrogenspiegel abrupt ab. Der Körper stellt die Hormonproduktion auf das Niveau vor der Schwangerschaft zurück. Die Folge: Alle Haarfollikel, die während der Schwangerschaft künstlich in der Wachstumsphase gehalten wurden, wechseln nun gleichzeitig in die Ruhephase – und fallen dann gemeinsam aus. Es fallen also nicht mehr Haare aus als üblich, sondern die Haare, die man während der Schwangerschaft nicht verloren hat, fallen jetzt alle auf einmal aus.

Dieser Prozess setzt typischerweise zwei bis vier Monate nach der Geburt ein und ist am stärksten zwischen dem dritten und fünften Monat nach der Entbindung. Etwa 50 Prozent aller Mütter erleben diesen postpartalen Haarausfall.

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Wie lange dauert der Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Das ist die Frage, die frisch gebackene Mütter am meisten beschäftigt – und die Antwort ist meistens beruhigend. In den meisten Fällen normalisiert sich der Haarausfall innerhalb von sechs bis neun Monaten nach der Geburt von selbst. Sobald sich der Hormonspiegel stabilisiert hat und alle überzähligen Haare ausgefallen sind, beginnt das Haarwachstum wieder normal.


Bei stillenden Müttern kann sich der Haarausfall verzögern: Das Stillen bremst den Östrogenabfall etwas, weshalb der Haarausfall später einsetzt – oft erst nach dem Abstillen. Dafür dauert er dann entsprechend länger an.


In seltenen Fällen kann der Haarausfall über ein Jahr anhalten oder stärker sein als erwartet. Das kann auf zusätzliche Faktoren hinweisen wie Eisenmangel, Schilddrüsenstörungen oder andere Ursachen. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Was verstärkt den Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Haarausfall nach der Schwangerschaft ist in erster Linie hormonell bedingt – aber es gibt Faktoren, die es zusätzlich verstärken können:


Eisenmangel: Gerade nach der Geburt, besonders wenn viel Blut verloren wurde oder beim Stillen, kann der Eisenspiegel sinken. Eisen ist für das Haarwachstum essentiell. Ein Mangel verstärkt den Haarausfall und verzögert die Erholung. Ein Blutbild beim Arzt gibt schnell Aufschluss.


Nährstoffmangel: Zink, Biotin (Vitamin B7), Vitamin C und weitere B-Vitamine sind wichtig für gesunde Haarfollikel. Während der Stillzeit gehen viele Nährstoffe über die Muttermilch an das Baby – eine ausgewogene Ernährung und gezielte Nährstoffversorgung sind besonders wichtig.


Stress und Schlafmangel: Das erste Jahr mit einem Baby ist für viele Mütter extrem kräftezehrend. Chronischer Stress und Schlafmangel erhöhen den Cortisolspiegel, der das Haarwachstum zusätzlich hemmen kann.


Schilddrüsenprobleme: Nach der Schwangerschaft können Schilddrüsenstörungen auftreten – die sogenannte postpartale Thyreoiditis. Sie kann ebenfalls Haarausfall verursachen und sollte ärztlich abgeklärt werden, wenn der Haarausfall ungewohnt stark oder langanhaltend ist.


Aggressive Haarpflege: Starkes Bürsten, enge Frisuren, Hitzebehandlungen und chemische Prozesse belasten die ohnehin geschwachten Haarfollikel zusätzlich.

Was kann man gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft tun?

Der Haarausfall nach der Schwangerschaft ist in erster Linie ein hormonelles Problem, das sich von selbst normalisiert. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, mit denen man den Prozess unterstützen und den Haarausfall reduzieren kann:

1. Eisenwerte prüfen lassen

Ein Blutbild beim Arzt oder der Hebamme zeigt schnell, ob ein Eisenmangel vorliegt. Bei einem bestehenden Mangel ist eine gezielte Ergänzung – durch eisenreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, rotes Fleisch, Spinat und Kürbiskerne oder durch ein Eisenpräparat – eine der wirksamsten Maßnahmen.

2. Nährstoffversorgung sicherstellen

Biotin, Zink, Vitamin C und B-Vitamine unterstützen das Haarwachstum von innen. In der Stillzeit ist der Bedarf erhöht. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und hochwertigen Proteinen ist die Grundlage. Spezielle Stillzeit- oder Haarwuchs-Präparate können ergänzend helfen.

3. Kopfhaut und Haarfollikel pflegen

Die Kopfhaut ist die Grundlage für gesundes Haarwachstum. Regelmäßige, sanfte Kopfhautmassagen regen die Durchblutung der Haarfollikel an. Pflegeprodukte mit natürlichen Wirkstoffen können die Haarwurzeln unterstützen. Die Rezilin Basilikum-Extrakt Haarkur wird von vielen Frauen nach der Schwangerschaft verwendet: Das enthaltene Basilikum-Extrakt, gewonnen durch das schonende Phyto-Lyse®-Verfahren, kann die Kopfhaut pflegen und die Haarwurzeln stärken.

4. Schonende Haarpflege

In dieser Phase sollten die Haare so wenig wie möglich zusätzlich belastet werden. Empfehlenswert: ein mildes, sulfatfreies Shampoo, sanftes Bürsten mit einer weichen Bürste, keine strengen Frisuren wie straffe Sleek-Zöpfe, Hitzestyling reduzieren und keine chemischen Behandlungen wie Färben oder Dauerwelle in dieser Phase.

5. Stress reduzieren – soweit möglich

Mit einem Neugeborenen ist das leichter gesagt als getan. Aber auch kleine Maßnahmen helfen: kurze Ruhepausen einplanen, Unterstützung annehmen und auf ausreichend Schlaf achten, wenn möglich. Chronischer Stress verstärkt den Haarausfall zusätzlich.

Haarausfall beim Stillen: Was ist anders?

Viele Mütter bemerken, dass ihr Haarausfall erst nach dem Abstillen richtig einsetzt. Das hat einen biologischen Grund: Das Stillen hält den Östrogenspiegel etwas höher als nach dem vollständigen Abstillen. Der Körper gibt das Signal zum Haarausfall gewissermaßen verzögert.


Das bedeutet: Wer stillt, bekommt den Haarausfall vielleicht erst drei bis sechs Monate nach dem Abstillen – was je nach Stilldauer weit nach der Geburt liegen kann. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Der Verlauf ist der gleiche, nur zeitlich verschoben.


Besonders beim Stillen ist die Nährstoffversorgung wichtig: Der erhöhte Bedarf an Eisen, Zink und Vitaminen sollte durch eine bewusste Ernährung oder gezielte Ergänzung gedeckt werden.

Wann zum Arzt?

In den meisten Fällen ist ärztliche Hilfe nicht notwendig – der Haarausfall nach der Schwangerschaft normalisiert sich von selbst. Ein Arztbesuch ist jedoch ratsam wenn:


- der Haarausfall nach neun bis zwölf Monaten nicht nachlässt oder sich sogar verstärkt

- kahle Stellen oder ein lichter Scheitel entstehen (das deutet eher auf androgenetischen Haarausfall hin als auf postpartales Effluvium)

- zusätzliche Symptome auftreten wie extreme Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, - Herzrasen oder Stimmungsschwankungen (möglicher Hinweis auf eine Schilddrüsenstörung)

- ein starker Verdacht auf Eisenmangel besteht


Ein einfaches Blutbild kann in solchen Fällen viele Fragen beantworten und einer gezielten Therapie den Weg ebnen.

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Häufig gestellte Fragen 

Ist Haarausfall nach der Schwangerschaft normal?

Ja, vollkommen. Etwa jede zweite Frau erlebt nach der Geburt verstärkten Haarausfall. Es ist eine natürliche hormonelle Reaktion und in den meisten Fällen innerhalb eines Jahres vorbei.

Wann setzt der Haarausfall nach der Geburt ein?

Typischerweise zwei bis vier Monate nach der Entbindung, am stärksten zwischen dem dritten und fünften Monat. Bei stillenden Müttern oft etwas später.

Wie lange dauert der Haarausfall nach der Schwangerschaft?

In den meisten Fällen sechs bis neun Monate nach der Geburt. Bei stillenden Müttern entsprechend länger. In Einzelfällen bis zu einem Jahr.

Kann man während der Stillzeit Haarwuchsmittel verwenden?

Das hängt vom Produkt ab. Mittel auf natürlicher Basis wie die Rezilin Basilikum-Extrakt Haarkur werden von vielen stillenden Müttern verwendet, da sie ohne bekannte Nebenwirkungen auskommen. Im Zweifel immer Rücksprache mit dem Arzt oder der Hebamme halten.

Wachsen die Haare nach dem postpartalen Haarausfall wieder nach?

Ja – in der Regel vollständig. Das postpartale Effluvium ist reversibel. Wenn sich der Hormonspiegel normalisiert hat, beginnen die Haarfollikel wieder normal zu wachsen. Viele Frauen bemerken nach einigen Monaten kurze neue Haare, die nachwachsen.

Fazit: Haarausfall nach der Schwangerschaft ist normal – und vorübergehend

Haarausfall nach der Schwangerschaft ist eine der häufigsten und am meisten missverstandenen Formen von Haarausfall bei Frauen. Er entsteht nicht, weil etwas falsch läuft – sondern weil der Körper nach der Geburt ganz natürlich in seinen normalen Haarzyklus zurückkehrt. Die Haare, die während der Schwangerschaft nicht ausgefallen sind, fallen jetzt verzögert aus. Wer die Ursache kennt, kann damit ruhiger umgehen. Und wer zusätzlich auf eine gute Nährstoffversorgung, schonende Pflege und unterstützende Wirkstoffe setzt, kann den Prozess aktiv beschleunigen und die Haarwurzeln während dieser Phase stärken.


QUELLEN

  • Hirose A, Terauchi M, Odai T, Fudono A, Tsurane K, Sekiguchi M, Iwata M, Anzai T, Takahashi K, Miyasaka N. Investigation of exacerbating factors for postpartum hair loss: a questionnaire-based cross-sectional study. Int J Womens Dermatol. 2023 Jun 16;9(2):e084. doi: 10.1097/JW9.0000000000000084. PMID: 38323220; PMCID: PMC10846762.

Autorin Lina Mattern

Lina Mattern

Nach Abschluss ihres Studiums an der Hochschule Kempten hat sich Lina privat und beruflich mit Themen aus der Gesundheits-, Fitness- und Beautybranche befasst. Seitdem recherchiert und schreibt sie Blogartikel in dieser Branche und ist Expertin im Beauty- und Gesundheitsbereich. Neben dem Schreiben von aktuellen und ausführlich recherchierten Artikeln, betreut sie auch Social Media Kanäle, die sich um Tipps rund um Schönheit und Gesundheit drehen. Die Blogartikel und der Content orientieren sich dabei immer an der aktuellen Forschungslage.

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