Ist Zucker das neue Wundermittel gegen Haarausfall?

Ist Zucker das neue Wundermittel gegen Haarausfall?

Redaktion, 11. Februar 2025

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Als Zuckergel soll der Rohstoff eine überraschende Wirkung auf das Haarwachstum haben.

Über das Thema Haare zu sprechen, empfinden viele Menschen als unangenehm. Ein Großteil der Männer hat im Laufe ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen und auch zahlreiche Frauen leiden unter diesem Problem. Die Forschung ist konsequent auf der Suche nach neuen Lösungen, die Haarausfall bekämpfen bzw. eindämmen sollen. Vielversprechende Experimente deuten aktuell auf eine überraschende Wirkung von Zucker bei diesem Haarproblem hin. Ist ein Zuckergel die neue Wunderwaffe gegen Haarausfall? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Hausmittel Haarausfall Frauen

FORSCHUNG

Haarausfall bei Frauen: Dieses Hausmittel hilft

Anstelle den Haarausfall mit verschreibungspflichtigen Mitteln zu bekämpfen, die starke Nebenwirkungen haben, vertrauen viele Betroffene auf die Kraft der Hausmittel. Richtig ausgewählt und angewendet können Hausmittel wirksame Helfer im Kampf gegen das dünner werdende Haar sein. 

Was hat Zucker mit Haarausfall zu tun?

Wenn man sich genauer mit Zucker beschäftigt, macht der Stoff erst einmal nicht den Eindruck, als würde er eher gegen Haarausfall helfen können. Eher im Gegenteil: Zucker kann den Ausfall der Haare sogar fördern.


Ein übermäßiger Zuckerkonsum kann verschiedene gesundheitliche Auswirkungen haben, die indirekt mit Haarausfall in Verbindung stehen. Eine Studie der Tsinghua University in Peking weist darauf hin, dass der Konsum von nur einem zuckerhaltigen Getränk pro Tag das Risiko für Haarausfall um 30 Prozent erhöhen kann. Bei einem Konsum von mehr als drei Litern süßer Getränke pro Woche würde dieses Risiko sogar um 42 Prozent steigen. Die genauen Mechanismen sind noch nicht vollständig geklärt, jedoch wird vermutet, dass ein hoher Zuckerkonsum den Insulinspiegel beeinflusst und Entzündungsprozesse im Körper fördert, was sich negativ auf die Haarfollikel auswirken könnte.


Zudem kann ein hoher Zuckerkonsum zu Insulinresistenz und Diabetes führen, was die Durchblutung beeinträchtigen und die Nährstoffversorgung der Haarfollikel verschlechtern kann. Auch Entzündungsprozesse, die durch übermäßigen Zuckerkonsum gefördert werden, können die Gesundheit der Haarfollikel negativ beeinflussen.


Die Forschungen in diesem Bereich sind jedoch nicht abgeschlossen. Um die genauen Zusammenhänge zwischen Zuckerkonsum und Haarausfall zu verstehen, braucht es noch einiges an Zeit und weiteren Studien.

Was ist Zuckergel?

Wenn alles darauf hindeutet, dass Zucker Haarausfall begünstigt, wie soll Zucker dann eine Lösung gegen Haarausfall sein? Die Antwort liegt in der Anwendungsweise. Zuckergel wird für die äußerliche Anwendung entwickelt und wirkt sich somit anders auf die Haarfollikel aus, als durch den üblichen Zuckerkonsum.


Damit ist jedoch die nicht Art von Zuckergel gemeint, die man für das sogenannte “Sugaring” verwendet. Das stellt eine Art von Haarentfernung dar, bei der ein heißes Gemisch aus Zucker, Wasser und Zitrone wie bei einem Waxing die Haare samt Wurzeln herausziehen lässt.


Das Zuckergel, das das Haarwachstum stimulieren soll, basiert auf der Basis von Desoxyribose. Bei Tierversuchen führte die Anwendung dieses Gels zu einer signifikanten Zunahme des Haarwuchses, was auf eine verbesserte Blutversorgung der Haarfollikel zurückgeführt wird. Diese Entdeckung könnte potenzielle neue Behandlungsmethoden für Haarausfall bieten.

Unser Tipp für geschmeidiges Haar

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Rezilin Basilikum-Extrakt Haarkur gegen Haarausfall

Wie wirkt das Zuckergel gegen Haarausfall?

Desoxyribose ist ein natürlich vorkommender Zucker und stellt die Basis des Zuckergels dar. In der Medizin wurde er kürzlich in Hinsicht auf seine Wirkung bei erblich bedingtem Haarausfall genauer untersucht.


Ursprünglich wurde das Gel zur Förderung der Wundheilung eingesetzt, als bei den Mäusen aus den Testversuchen überraschende Ergebnisse am Fellwechsel festgestellt wurden. Das Fell um die behandelten Wunden wuchs schneller und dichter nach als in unbehandelten Bereichen. Dieser Zufall führte zu der Annahme, dass Zuckergel bei Mäusen das Haarwachstum stimuliert.


In weiteren Experimenten mit männlichen Mäusen, die unter testosteronbedingtem Haarausfall litten, führte die tägliche Anwendung des Zuckergels über einen Zeitraum von drei Wochen zu einem signifikanten Nachwachsen des Fells. Die Wirkung des Zuckergels war dabei vergleichbar mit der des etablierten Mittels gegen Haarausfall Minoxidil. Die Forschenden vermuten, dass das Zuckergel die Blutversorgung der Haarfollikel verbessert, was zu einer Zunahme von Hautzellen und Blutgefäßen führt und somit das Haarwachstum fördert.


Ob sich diese Ergebnisse auf das Haarwachstum des Menschen übertragen lassen, ist noch nicht bestätigt. Derzeit wird daran noch geforscht. Wir halten Sie im Falle von neuen Erkenntnissen in diesem Blog auf dem Laufenden. 

Welche Alternativen zu Zuckergel gibt es? 

Dass Zucker in Form eines Gels zugänglich für die menschliche Kopfhaut gemacht wird, liegt wahrscheinlich noch weit in der Ferne. Abgesehen davon kann man zum derzeitigen Zeitpunkt noch gar nicht sagen, ob dem Haarausfall damit wirklich entgegengewirkt werden kann. Mittlerweile gibt es aber schon einige natürliche als auch weniger natürliche Alternativen, die für eine vollere Haarpracht sorgen sollen. 

Rezilin Basilikum-Extrakt Haarkur

Wer mit dem Zuckergel auf ein natürliches Mittel bei erblich bedingtem Haarausfall hofft, findet mit Rezilin eine passende Alternative, die bereits seit längerer Zeit erhältlich ist. Die Basilikum-Haarkur hat sich auf dem Markt etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit bei ihren Anwendern.

Die Rezilin Basilikum-Extrakt Haarkur zielt darauf ab, nicht krankheitsbedingten Haarausfall zu reduzieren und das Haarwachstum zu fördern. Der Hauptwirkstoff aus Basilikum-Extrakt ist in der Lage, die Aktivität des Enzyms 5α-Reduktase Typ II zu hemmen, das für die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) verantwortlich ist. Dieser Prozess begünstigt Haarausfall. Zudem kann das Basilikum-Extrakt die Haarfollikel stimulieren und somit die Haardichte erhöhen. Ergänzt wird die Formulierung durch natürliche Inhaltsstoffe wie Rizinusöl, Aloe Vera, Kokosöl und Koffein, die gemeinsam die Kopfhaut pflegen, die Haarwurzeln stärken und das Haar mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Durch regelmäßige Anwendung kann die Haarkur das Haar kräftigen und vor äußeren Einflüssen schützen.

Minoxidil

Eine medikamentöse Behandlung ist mit Minoxidil möglich. Ursprünglich als Blutdrucksenker entwickelt, wird Minoxidil heute topisch bei erblich bedingtem Haarausfall eingesetzt. Es erweitert die Blutgefäße, verbessert die Durchblutung der Kopfhaut und kann so das Haarwachstum anregen. Die Lösung oder der Schaum wird zweimal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Erste Ergebnisse sind oft nach etwa drei bis sechs Monaten sichtbar. Zu den möglichen unangenehmen Nebenwirkungen zählen unter anderem Kopfhautreizungen oder unerwünschter Haarwuchs an anderen Körperstellen.

Finasterid

Dieses oral einzunehmende Medikament hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron. Finasterid ist für Männer mit androgenetischer Alopezie zugelassen und kann den Haarausfall verlangsamen oder stoppen. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Libidoverlust oder erektile Dysfunktion. Frauen, insbesondere Schwangere, sollten Finasterid nicht einnehmen, da es zu Fehlbildungen beim männlichen Fötus führen kann.

Shampoos

Spezielle Shampoos mit Inhaltsstoffen wie Koffein, Biotin oder Ketoconazol können unterstützend wirken. Koffein beispielsweise soll die Haarwurzeln stimulieren und das Haarwachstum fördern. Biotin, ein B-Vitamin, wird oft mit gesunder Haarstruktur in Verbindung gebracht. Ketoconazol, ein Antimykotikum, kann entzündungshemmende Eigenschaften haben und bei bestimmten Formen des Haarausfalls hilfreich sein. Dementsprechende Shampoos sind häufig auch in Drogeriemärkten zu finden. Anwender berichten sowohl positiv als auch von enttäuschenden Erfahrungen.

Hausmittel

Eine weitere Möglichkeit natürlich, gegen das Problem vorzugehen, bieten diverse Hausmittel, denen eine überraschende Wirkung bei Haaren nachgesagt wird. Als effektiv, um Haarausfall zu reduzieren und gleichzeitig das Haarwachstum zu fördern, gelten beispielsweise Kokosöl, Apfelessig oder Kaffee. Kokosöl dringt tief in das Haar ein, spendet Feuchtigkeit und stärkt die Haarstruktur, wodurch Haarbruch und Spliss vorgebeugt werden. Apfelessig hilft, den natürlichen pH-Wert des Haares wiederherzustellen, entfernt Rückstände von Stylingprodukten und verleiht dem Haar Glanz. Kaffee fördert die Durchblutung der Kopfhaut, stimuliert die Haarfollikel und kann so das Haarwachstum anregen

Fazit: Lohnt sich Zuckergel bei Haarausfall?

Die bisherigen Forschungsergebnisse für Zuckergel sehen vielversprechend aus. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass alle bisherigen Erkenntnisse auf Tierversuchen beruhen und noch keine Möglichkeit bekannt ist, diese Wirkung auf die menschlichen Haare zu projizieren. Bis es soweit ist, kann man auf altbekannte natürliche Haarkuren, wie Rezilin zurückgreifen. Medikamentöse Behandlungen sind ebenfalls möglich, müssen aber vorher mit einem Arzt abgesprochen werden. Zusätzlich besteht hierbei das Risiko auf ungewollte Nebenwirkungen, weshalb sie teilweise nicht für jeden zugelassen werden. 


QUELLEN

  • X. Shi, H. Tuan, X. Na, H. Yang, Y. Yang, Y. Zhang, M. Xi, Y. Tan, C. Yang, J. Zhang, A. Zhao: The Association between Sugar-Sweetened Beverages and Male Pattern Hair Loss in Young Men; 2023 Jan 1;15(1):214. doi: 10.3390/nu15010214; PMCID: PMC9824121 PMID: 36615870
  • https://www.trendsderzukunft.de/nur-ein-suesses-getraenk-am-tag-steigert-haarausfall-risiko-um-30-prozent/
  • B. Park, D. Kim, H. Zhao, S. Kim, B.C. Park, S. Lee, Y. Lee, H.D. Park, D. Lim, S. Ryu, J.S. Hwang: Glycogen Phosphorylase Inhibitor Promotes Hair Growth via Protecting from Oxidative-Stress and Regulating Glycogen Breakdown in Human Hair follicles; 2024 Aug 6;32(5):640–646. doi: 10.4062/biomolther.2024.098; PMCID: PMC11392663 PMID: 39103246

Autor Simon Engelhardt

Simon Engelhardt

Als leidenschaftlicher Sportler setzt sich Simon hauptsächlich mit den Themen Gesundheit, Ernährung und Fitness auseinander. Über die Arbeit und das Privatleben baute er sich eine Expertise zu diesen Themenbereichen auf. In Form von Blogbeiträgen teilt er seine Erfahrungen und sein Wissen, das er über viele Jahre aufgebaut hat. Er ist hauptsächlich für das Schreiben gut recherchierter Blogartikel zuständig, was durch die Erstellung von Content in den sozialen Medien ergänzt wird. Die Beiträge basieren dabei immer auf der aktuellen Forschungslage und werden regelmäßig aktualisiert.

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