Trockene Haare: Die 3 Hausmittel wirken über Nacht!

LAURA LINDEMANN

24. AUGUST, 2021

Trockene Haare retten: Diese 3 Hausmittel helfen über Nacht!

Gesunde und glänzende Haare sind für viele Frauen ein Attraktivitätsmerkmal. Äußere Umstände können aber dafür sorgen, dass die Haare ihre natürliche Schönheit und Strahlkraft verlieren. Vor allem im Sommer ist strapaziertes Haar keine Seltenheit.

Doch was tun gegen strohige und trockene Haare? Die 3 besten Hausmittel!

hausmittel gegen trockene haare über nacht

Können Hausmittel trockene Haare retten? 

Woran erkennt man trockene Haare?

Sind die Haare trocken, wirken sie häufig spröde, glanzlos und strohig. Meistens ist auch die Kopfhaut von der Trockenheit betroffen, was sich durch Spannungsgefühle, Juckreiz oder Schuppen zeigt. Die spröden Haare fühlen sich rau und porös an. Oft sind sie nur schwer kämmbar. Eine Problematik, die immer häufiger auftritt: Der Haaransatz fettet schnell, während die Längen und Haarspitzen zu Trockenheit neigen.

Welche Ursache haben trockene Haare?

Normalerweise ist jedes einzelne Haar verschlossen und wird vom schützenden Talgfilm ummantelt. Das Innere wird so geschützt und gleichzeitig wird das Licht reflektiert, weshalb die Haare glänzen. Verschiedene äußereFaktoren strapazieren die Haare. Der natürliche Talgfilm ist kaum noch vorhanden. Es kommt zu porösen Stellen oder ganze Haarschuppen, die das Haar verschließen, werden herausgerissen. Das Haar kann die Nährstoffe nicht mehr halten, es wirkt ausgelaugt und verliert an Glanz und Volumen. Die Folge ist häufig Spliss oder Haarbruch.


Im Sommer werden die Haare besonders strapaziert, das Sonnenlicht sorgt insbesondere in Kombination mit Salzwasser zwar für eine schöne und natürliche Aufhellung, das Haar wird aber oft strohig und verliert an wichtiger Feuchtigkeit. Daher sind strohige und trockene Haare besonders häufig und brauchen viel Pflege.


Zu den Ursachen, die trockenes Haar begünstigen zählen:

  • Salzwasser und Sonne
  • häufiges, heißes Waschen und Föhnen
  • Haare färben, vor allem Blondierungen
  • Kämmen mit ungeeigneten Bürsten

Doch nicht nur äußere Faktoren verursachen trockenes Haar, auch der Hormonhaushalt kann eine Rolle spielen. Während der Pubertät sind viele von fettigem Haar betroffen, da die Kopfhaut übermäßig viel Talg produziert. Während der Wechseljahre hingegen nimmt die Produktion jedoch zunehmend ab, wodurch Kopfhaut und Haare trocken werden. So kann es auch zu trockenen Haaren ab 50 Jahren kommen.

Auch die individuelleHaarstruktur bestimmt darüber, ob die Haare eher trocken sind oder nicht. Bei lockigem Haar sind die Längen und Spitzen häufig trockener, da das Talg von der Kopfhaut schlechter an den Haaren hinab gleitet als an glatten Haarsträhnen.

Trockene Haare nach dem Waschen

Auch wenn man auf mildes Shampoo zurückgreift und nur lauwarmes Wasser nutzt: Jede Wäsche entzieht dem Haar Feuchtigkeit und Fett. Schließlich sind Shampoos entwickelt worden, um zu entfetten. Daher gilt vor allem bei trockenem Haar, nicht jeden Tag zu waschen und das Shampoo nur in die Kopfhaut, nicht aber in die Längen und Spitzen einzumassieren. Die werden beim Ausspülen genug gereinigt und so geschont.


Shampoos, die Feuchtigkeit spenden, sind für trockenes und strapaziertes Haar besonders geeignet. Stoffe wie Glycerin, Aloe Vera und Hyaluron versorgen die Haare mit viel Feuchtigkeit und verringern so Trockenheit nach dem Waschen.

Hausmittel gegen trockene Haare

Trockene und strohige Haare benötigen vor allem eins: Feuchtigkeit! Die Natur hält einiges bereit, um die Haare wieder geschmeidig werden zu lassen. Die gute Nachricht ist, dass trockene Haare sich retten lassen, anders als es beispielsweise bei Spliss der Fall ist. Mit einem der Hausmittel hätten Sie sicher nicht gerechnet!

Öle gegen trockene Haare

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Dass Kokosöl bei trockenen und spröden Haaren wahre Wunder bewirken kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Durch seine Struktur ist es in der Lage, die Haare vor dem Verlust vom wichtigen Protein Keratin zu bewahren. So kann brüchiges und sprödes Haar vermieden werden. Außerdem sorgt das Kokosöl, wenn es in die unteren Längen und Spitzen gegeben wird, für schönen Glanz.


Auch andere Öle wie Olivenöl und Arganöl sind gut für die Haare geeignet. Zwar spenden die Öle den Haaren keine zusätzliche Feuchtigkeit, sie sorgen aber dafür, dass die Haare verschlossen werden und pflegende und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe in den Haaren verbleiben können.


Native Öle, also Öle die kaltgepresst worden, sind besonders reich an Nährstoffen. Sie erhalten viel Vitamin E und Antioxidantien. Auch sie sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit nicht aus den Haaren austreten kann.


Für eine Maske etwas Öl leicht erwärmen (nicht zu stark erhitzen!) und in die Haare einmassieren. Vor allem bei einem eher fettigen Ansatz empfiehlt sich, das Öl nur in die trockenen Längen und Spitzen zu geben. Mindestens 30 Minuten oder am besten über Nacht unter einem Handtuch einwirken lassen und anschließend mit mildem Shampoo gründlich auswaschen.


Auch als Leave-In Pflege eignen sich die Öle. Einfach nach dem Trocknen ein oder zwei tropfen Öl in den Handflächen verreiben und in die Spitzen geben.

Hibiskus gegen trockene Haare

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Die Hibiskus-Pflanze ist reich an Vitamin C und weiteren wertvollen Pflanzenstoffen, die die Haare geschmeidig machen. Sie können besonders leicht in die Kopfhaut und die Haare einziehen und sorgen für einen natürlichen Glanz. Durch die vielen Nährstoffe sorgt der Hibiskus für viel Feuchtigkeit und bewirkt, dass die Spitzen vor dem Austrocknen geschützt werden. Auch Spliss kann so vorgebeugt werden. Nicht zuletzt wird das Extrakt aus Hibiskus auch bei schuppender und juckender Kopfhaut eingesetzt.


Zum Selbermachen eignen sich getrocknete Hibiskusblüten. Die findet man für gewöhnlich im Teeladen. Eine handvoll Blüten mit einem halben Liter kochendem Wasser übergießen und für 20 Minuten ziehen lassen. Die Blüten wieder entfernen und den Tee abkühlen lassen, bis er eine lauwarme Temperatur hat. Dann auf die Haare geben und gut einmassieren. Einige Minuten einwirken lassen und mit Wasser ausspülen.

Eier gegen trockene Haare

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Haarmasken mit Eiern gegen trockene Haare sind ein beliebtes Hausmittel - und zwar zurecht! Ein Ei enthält viele B-Vitamine, vor allem auch Biotin, das für gesunde und schöne Haare wichtig ist. Zink, Eisen und die wertvollen Eiweiße (Peptide) stärken das Haar und die Fettsäuren versorgen die Haare mit Feuchtigkeit und schließen diese gleichzeitig im Haar ein.


Besonders wirksam ist die Ei-Maske in Kombination mit Olivenöl, Joghurt oder Honig. Ein Ei aufschlagen und mit etwas Öl, Joghurt oder Honig vermischen. Die Mixtur in die trockenen Haare geben und für 15 bis 30 Minuten einwirken lassen. Anschließend auswaschen.

Wirkt Rezilin bei trockenem und sprödem Haar?

Nicht nur Hausmittel, sondern auch Rezilin kann bei trockenem und sprödem Haar helfen. Die pflanzliche Haarkur beinhaltet nicht nur den besonderen Wirkstoff aus Basilikum, der bei Haarausfall helfen kann, sondern zusätzlich auch wertvolle Öle, die die Kopfhaut und trockene Haare mit Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen versorgen. Die Haare gewinnen dadurch an Glanz und werden geschmeidig. 


QUELLEN

  • Draelos, Z.D. (2010). Essentials of Hair Care often Neglected: Hair Cleansing. International Journal of Trichology, 2(1), 24-29.
  • Madnani, N. & Khan, K. (2013). Hair cosmetics. Indian Journal of Dermatology, Venereology, and Leprology, 79(5), 654-667.
  • Nakamura, T. et al. (2018). Naturally Occurring Hair Growth Peptide: Water-Soluble Chicken Egg Yolk Peptides Stimulate Hair Growth Through Induction of Vascular Endothelial Growth Factor Production. Journal of medicinal food, 21(7), 701-708. DOI: 10.1089/jmf.2017.4101