Brüchiges Haar retten: 5 schnelle Tipps!

Brüchiges Haar retten: 5 schnelle Tipps!

Redaktion, 02. MÄRZ 2022

Brüchiges Haar: Was tun?

Wir verraten 5 schnelle Tipps, mit denen sich brüchiges Haar retten lässt!

Brechen die Haare ab, sorgt das nicht gerade für einen optischen Hingucker. Für viele Frauen ist besonders plötzlicher Haarbruch ein großer Schock und ähnlich belastend wie ausfallende Haare. Wir klären in diesem Artikel, welche Ursachen hinter dem Haarbruch stecken und wie sich brüchige Haare retten lassen. Außerdem stellen wir nützliche Hausmittel vor, die jeder mit strapaziertem Haar im Haushalt haben sollte!

Inhaltsverzeichnis

• An welchen Symptomen erkennt man brüchige Haare?
• Welche Ursachen hat Haarbruch?
• Brüchige Haare retten: 5 schnelle Tipps!
• Welche Hausmittel helfen gegen Haarbruch?

An welchen Symptomen erkennt man brüchige Haare?

Bei gesundem Haar liegt die äußere Schuppenschicht flach an, wodurch ein mehrschichtige, glatte Oberfläche entsteht. Diese Schicht schützt die Haare vor schädigenden äußeren Einflüssen. Dadurch, dass das Licht so auch gut reflektieren kann, haben die Haare einen schönen Glanz und sind geschmeidig.


Demgegenüber ist die Oberfläche bei brüchigem Haar nicht glatt, sondern fühl- und auch sichtbar aufgeraut. Das lässt das Haar glanzlos, spröde und stumpf aussehen. Sind die Haare stark geschädigt, kann es sogar passieren, dass sich die schützende Schuppenschicht teilweise ablöst. Das macht das Haar extrem empfindlich und lässt es schneller abbrechen. Brüchiges Haar zeigt oft zusätzliche Symptome wie Trockenheit und Spliss.

Unser Tipp bei Haarausfall

Unser Tipp bei Haarbruch

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Welche Ursachen hat Haarbruch?

Während bei manchen Frauen die Haare fast ständig abbrechen, haben andere gesundes und robustes Haar. Haarbruch kann viele verschiedene Ursachen haben. Für gewöhnlich sind die Gewohnheiten harmlos und lassen sich leicht korrigieren, doch manchmal können brüchige Haare auch auf gesundheitliche Probleme hindeuten. Neben strapazierenden Umwelteinflüssen wie Sonne, Hitze und Wasser sind das sind die typischsten Gründe für brüchiges Haar:

Genetische Veranlagung

Wie bei vielen Dingen spielt auch bei der Entstehung von Haarbruch die Veranlagung eine Rolle. Sie bestimmt den individuellen Haartyp, der wiederum gefährdet für Haarbruch sein kann oder eben nicht. Menschen mit dünnen Haaren leiden verstärkt unter brüchigem Haar, während Personen mit dickeren Haaren damit eher selten Probleme haben. Durch den geringeren Durchmesser sind die dünnen Haare weniger stabil und brechen schnell ab. Ähnliches gilt für lockiges Haar, da die Haarfaser hier von Natur aus aufgeraut ist.

Brüchige Haare durch Blondierungen / Colorationen

Das Blondieren oder Färben der Haare ist eine der Hauptursachen für brüchiges Haar. Die enthaltenen Peroxide spalten den Haarschaft, damit eine Veränderung der Farbe möglich ist. Problem: Zurück bleiben feine Risse in der Haarfaser, wodurch diese schnell abbrechen. Wer seine Haarfarbe ändern möchte, sollte auf Haarfarben ohne Peroxide zurückgreifen oder die Haare mit natürlichen Mitteln aufhellen.

Die Dauerwelle ist heute zwar nicht mehr so stark verbreitet, doch auch hier sorgen die chemischen Mittel dafür, dass die Haare schneller abbrechen.

Brüchige Haare durch hormonelle Veränderungen

Ähnlich wie beim Haarausfall können auch brüchige Haare das Resultat von Hormonschwankungen sein. Besonders betroffen sind Frauen in den Wechseljahren. Die weiblichen Östrogene lassen die Haare lange Zeit gesund wachsen und sorgen für schönen Glanz. Während der Wechseljahre nimmt ihre Produktion jedoch deutlich ab, während der Anteil der männlichen Androgene gleich bleibt. Diese Schwankungen lassen die Haarstruktur porös werden, wodurch die Haare plötzlich abbrechen. Liegt zusätzlich eine erbliche Unverträglichkeit der Haarwurzeln gegen das männliche Dihydrotestosteron vor, brechen die Haare nicht nur ab, sondern fallen auch verstärkt aus.

Hormonelle Schwankungen können auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.

Brüchige Haare durch mangelhafte Pflege

Trockenes Haar neigt dazu, abzubrechen. Durch mangelnde Pflege fehlt den Haaren die notwendige Elastizität. Dadurch werden sie strohig und starr. Einfachste äußere Belastungen lassen sie dann abbrechen.


Auch Haarshampoos mit starken chemischen Reinigungssubstanzen, wie z.B. Sulfate und Tenside, sind bei trockenen oder brüchigen Haaren nicht geeignet, da sie die Problematik verstärken können. Auch der Kopfhaut wird Feuchtigkeit entzogen und sie wird anfälliger für Reizungen.


Eine Studie konnte nachweisen, dass auch der pH-Wert eines Shampoos sich auf die Haarstruktur auswirkt. Basische Shampoos mit einem pH-Wert, der über dem der Haut liegt (>5,5), lassen die Haare statisch aufladen, wodurch es frizzy und widerspenstig wird. Die Produkte rauen die Haarstruktur auf und verursachen feine Risse in den Fasern. Dadurch werden die Strähnen anfälliger für Haarbruch.


Zu den kritischen Inhaltsstoffen in Shampoos, die brüchiges Haar begünstigen zählen auch die Silikone. Sie machen die Haare zwar oberflächlich geschmeidig, indem sie einen Mantel um den Haarschaft legen, dieser sorgt aber auch dafür, dass pflegende Inhaltsstoffe nicht mehr von den Haaren aufgesogen werden können. Dauerhaft trocknen sie dadurch verstärkt aus, verlieren an Volumen und können brüchig werden.

Nicht zuletzt können neben den Haarpflege-Produkten auch Stylingprodukte die Haare brüchig werden lassen. Beispielsweise basieren Trockenshampoos und Haarspray häufig auf Alkohol. Dieser trocknet die Haare bei regelmäßiger Anwendung stark aus.

Brüchige Haare durch eine ungesunde Ernährung

Dass sich die Ernährung auf die Haut und die Haare auswirkt, ist längst bekannt. Eine ungesunde oder einseitige Ernährung, beispielsweise durch Stress oder eine Diät, kann einen Nährstoffmangel auslösen. Ein Vitaminmangel kann die Haare abbrechen lassen und Haarausfall auslösen. Für ein optimales und gesundes Wachstum sollte man dem Körper alle notwendigen Vitamine und Nährstoffe zuführen. Haarbruch und Haarausfall ist bei Frauen oft auf einen Eisenmangel zurückzuführen.

Brüchiges Haar durch Erkrankungen

Scheint nichts zu helfen und bleiben die Haarprobleme länger bestehen oder verschlimmern sich sogar, kann eine Erkrankung die Ursache sein. In solchen Fällen sollte unbedingt ein Arzt bzw. eine Ärztin aufgesucht werden, um die genauen Ursachen abzuklären und entsprechend zu behandeln.


Glanzloses, brüchiges und ausfallendes Haar tritt häufig als Symptom einer Schilddrüsenerkrankung auf - sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion können verantwortlich sein. Bei der Überproduktion von Schilddrüsenhormonen wird der Stoffwechsel stark angeregt. Weitere Symptome der Schilddrüsenüberfunktion sind Herzrasen, Bluthochdruck, übermäßiges Schwitzen oder Gewichtsabnahme.

Demgegenüber produziert die Schilddrüse bei einer Unterfunktion nicht genügend Schilddrüsenhormone, wodurch sich der Stoffwechsel verlangsamt. Neben porösem Haar zeigt sich das auch an Symptomen wie brüchigen Nägeln, trockener Haut und einer gesteigerten Kälteempfindlichkeit oder auch Konzentrationsstörungen.

Brüchiges Haar retten: 5 schnelle Tipps!

Schaut man sich die Ursachen für den Haarbruch genauer an, wird recht schnell deutlich

was man tun kann, um ihn zu stoppen. Auslösende Faktoren wie ein häufiges Hitzestyling sollten genauso gemieden werden wie regelmäßige Blondierungen oder Dauerwellen. Sind die Haare einmal abgebrochen, sollten sie am besten abgeschnitten werden. Auf diese Weise können die neuen Haare gesund und kräftig nachwachsen. Wir verraten 5 schnelle Tipps, um Haarbruch vorzubeugen.

1. Haarpflege mit viel Feuchtigkeit

Brüchige Haare brauchen vor allem eins: Feuchtigkeit. Hitze (z.B. Föhnen, Glätteisen), häufiges Waschen und Produkte mit zahlreichen chemischen Inhaltsstoffen entziehen den Haaren Feuchtigkeit und begünstigen Haarbruch. Wer die brüchige Mähne schnell wieder gesund aussehen lassen will, sollte Produkte nutzen, die speziell für strapaziertes oder trockenes Haar entwickelt wurden und die Haare mit viel Feuchtigkeit und wertvollen pflegenden Inhaltsstoffen versorgen.

Für das Haarewaschen eignet sich ein mildes, pH-neutrales Shampoo. Dabei sollte immer lauwarmes Wasser benutzt werden, um die Haare nicht zu strapazieren. Für gesunde Haarspitzen am besten das Shampoo nur mit leichtem Druck in die Kopfhaut einmassieren und die Längen und Spitzen aussparen. Beim Auswaschen werden diese genug gereinigt.

Nach jeder Haarwäsche sollte ein Conditioner genutzt werden. Er dient dazu, die aufgeraute Schuppenschicht der Haare zu glätten und zu schließen. Außerdem sorgt ein Conditioner für Glanz, Geschmeidigkeit und eine verbesserte Kämmbarkeit. Dabei sollte ein Conditioner vor allem in die Längen und Haarspitzen gegeben werden, am Haaransatz hingegen kann er das Haar schnell fettig aussehen lassen.

Für geschädigtes Haar reicht ein Conditioner allein für gewöhnlich nicht aus. Deswegen sollte man zusätzlich zum Schluss mindestens 1-mal wöchentlich eine Haarkur anwenden, um tiefere Haarschäden zu reparieren und Haarbruch vorzubeugen. Eine tiefenwirksame Haarmaske sollte am besten 20 bis 30 Minuten einwirken.

Besonders gut bei Haarbruch eignet sich die Rezilin Haarkur. Sie versorgt die Haare und die Kopfhaut mit viel Feuchtigkeit, Vitaminen und wachstumsfördernden Stoffen wie Koffein und Basilikum-Extrakt. Trockenheit, Haarbruch und Haarausfall kann sich so verhindern lassen. Die Formulierung Für eine besonders intensive Wirkung sollte man die Haare während der Einwirkzeit der Haarmaske in einem Handtuch einwickeln. Durch die Wärme wird die Schuppenschicht der Haare geöffnet und die Wirkstoffe können besser in das Haar eindringen und poröse Stellen ausgleichen.

2. Vitamine für ein gesundes Haarwachstum

Wie erwähnt kann ein Vitamin- oder Nährstoffmangel brüchiges, sprödes und ausfallendes Haar begünstigen. Für ein gesundes Haarwachstum ohne Haarbruch kann es nicht schaden, spezifische Vitamine, Nährstoffe und Spurenelemente gezielt in das tägliche Menü zu integrieren. Dazu zählen besonders Biotin, Folsäure und Vitamin B12 sowie Eisen, Zink und Selen.
Damit die Nährstoffe auch wirklich in den Haarwurzeln ankommen, sollte man möglichst auf Nikotin und Alkohol verzichten. Rauchen verschlechtert die Durchblutung, während Alkohol nicht nur die Aufnahme von Vitaminen verhindert, sondern beim Abbau zusätzlich auch Zink und andere Vitalstoffe verbraucht.

3. Haare schneiden

Die schnellste Methode Haarbruch loszuwerden, ist die Haare zu schneiden. Brüchiges Haar wächst dünner nach und das gesamte Haar wirkt optisch spröde und stumpf. Da hilft auch die schöne Länge nichts! Wer die Haare regelmäßig schneiden lässt, sorgt für ein gesundes Haarwachstum und eine glänzende, geschmeidige Haarpracht. In der Regel reicht es schon aus, alle 8 bis 12 Wochen die Spitzen ein bisschen nachschneiden und den Spliss entfernen zu lassen.

4. Verzicht auf dünne Haargummis mit Metall

Wer unter Haarbruch leidet, sollte auf enge Haarspangen oder dünne Haargummis verzichten. Besonders kritisch sind die Haargummis mit einem kleinen Metallstück. Der Druck strapaziert die Haare und lässt sie spröde werden.

Im schlimmsten Fall kann es zur sogenannten Traktionsalopezie kommen, bei der die Haare aufgrund von mechanischer Reibung verstärkt ausfallen. Daher sollte man bei Haarbruch lieber breitere Gummis aus Frottee oder Silikon nutzen oder die Haare bestenfalls öfter mal offen tragen.

5. Viel trinken

Die Haare bestehen zu etwa 20 % aus Wasser. Damit das Haar frei von Schadstoffen ist und mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden kann, sollte man täglich ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Kräutertees zu sich nehmen. Netter Nebeneffekt: Auch die Haut profitiert von der Versorgung mit Flüssigkeit und bleibt länger jung und strahlend.

Welche Hausmittel helfen gegen Haarbruch?

Wer gerade keine Spülung oder Haarkuren zuhause hat oder gerne mal etwas selbst herstellt, kann den Kampf gegen den Haarbruch auch mit Hausmitteln angehen. Für gewöhnlich sind die Mittel aus dem Haushalt mild und strapazieren die Haare nicht zusätzlich mit chemischen Inhaltsstoffen. Diese Hausmittel helfen gegen Haarbruch:

Spülung mit Bier:

Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei sprödem und brüchigem Haar ist eine Spülung mit Bier gut geeignet, auch wenn der Geruch vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist. Nach der Haarwäsche werden die Haare mit Bier übergossen und danach mit lauwarmem Wasser ausgewaschen. Der Biergeruch verflüchtigt sich nach kurzer Zeit wieder. Die Inhaltsstoffe im Bier kräftigen das Haar und können kleine Schäden reparieren.

Spülung mit Schwarztee und Jasmin:

Um strapaziertes und trockenes Haar wieder aufzubauen, eignet sich eine Mischung aus schwarzem Tee und ätherischem Jasminöl. Der Schwarztee versorgt die Haare mit den wichtigen Vitaminen E und C, wodurch sie robuster gegenüber äußeren Einflüssen werden und gesund nachwachsen können.

Für die Spülung einen Teebeutel mit schwarzem Tee für 10 Minuten ziehen und danach abkühlen lassen. Einen Tropfen Jasminöl hinzugeben und das Ganze nach dem Waschen als Spülung verwenden und am besten 10 bis 15 Minuten einwirken lassen. Die Prozedur kann 1- bis 2-mal wöchentlich wiederholt werden.

Avocado Maske:

Die grüne Frucht ist besonders reich an Fettsäuren, Vitaminen und Proteinen. Das macht sie zum optimalen Hausmittel gegen Haarbruch. Sie kann Haarschäden reparieren und vor allem auch vorbeugen. Für die Anwendung als Haarkur das Fleisch einer halben oder ganzen Avocado und etwas Olivenöl zu einer glatten Masse vermischen. Die Mischung auf die Haare geben und gründlich einmassieren. Danach für etwa 30 bis 60 Minuten einwirken lassen und im Anschluss gründlich mit lauwarmem Wasser auswaschen. Die Anwendung 1-mal wöchentlich wiederholen.


Quellen

  • Dias, M. F. R. G. (2015). Hair cosmetics: An overview. International Journal of Trichology, 7(1), 2-15. DOI: 10.4103/0974-7753.153450
  • Dias, M. F. R. G., Munck de Almeida, A., Makino Rezende Cecato, P., Ricardo Adriano, A. & Pichler, J. (2014). The Shampoo pH can Affect the Hair: Myth or Reality? International Journal of Trichology, 6(3), 95-99. DOI: 10.4103/0974-7753.139078
  • Draelos, Z.D. (2010). Essentials of hair care often neglected: Hair cleansing. International Journal of Trichology, 2(1), 24-29. DOI: 10.4103/0974-7753.66909
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