Plötzlicher Haarausfall bei Frauen: Was sind die Ursachen?

Plötzlich Haarausfall bei Frauen: Welche Ursachen stecken dahinter?

Redaktion, 14. Januar 2022

Haarausfall Frauen Ursachen
Haarausfall Frauen Ursachen: Die Suche nach dem Auslöser für plötzlichen Haarausfall bei Frauen ist oft wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Den meisten Menschen ist Haarausfall vor allem als Problem der Männerwelt bekannt. Das liegt mitunter daran, dass Haarausfall immer noch als Tabuthema unter Frauen betrachtet wird und die meisten im Stillen leiden. Schließlich steht langes, dichtes und geschmeidiges Haar für Weiblichkeit und Vitalität. Fakt ist aber auch, dass zahlreiche Frauen jeden Alters von Haarausfall betroffen sind und nahezu jede Frau im Laufe ihres Lebens mit diesem Thema konfrontiert wird. Für viele entwickelt sich das Haarproblem zu einer enormen emotionalen Belastung, denn die Suche nach dem Auslöser gestaltet sich oft schwierig.

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Anstelle den Haarausfall mit verschreibungspflichtigen Mitteln zu bekämpfen, die starke Nebenwirkungen haben, vertrauen viele Betroffene auf die Kraft der Hausmittel. Richtig ausgewählt und angewendet können Hausmittel wirksame Helfer im Kampf gegen das dünner werdende Haar sein. 

Wie viel Haarausfall ist bei Frauen normal?

Jedes Haar durchläuft einen Wachstumszyklus, der 3 Phasen beinhaltet. Dabei befindet sich jedes Kopfhaar auch an einem anderen Punkt innerhalb dieses Wachstumszyklus. Bei mehreren zehntausend oder sogar hunderttausend Haaren ist es normal, dass täglich Haare ausfallen.


Der tägliche Verlust von ca. 80-120 Haaren liegt im Normbereich. Bei Frauen kann die Anzahl tageweise höher sein z.B. aufgrund von grobem Haarebürsten, Friseurbesuchen u.ä. Ist die Anzahl der ausgefallenen Haare jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg höher, so spricht man von Haarausfall.

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Was sind die Ursachen von Haarausfall bei Frauen?

Haarausfall ist ein sehr komplexes Problem. Während Männer in den allermeisten Fällen von erblich bedingtem Haarausfall betroffen sind, hat der Haarausfall bei Frauen Ursachen, die weitreichender und nicht immer sofort identifizierbar sind.  

Erblich bedingter Haarausfall

Der erblich bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt, ist bei rund 80 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen der Auslöser für Haarausfall.


Beim erblich bedingten Haarausfall liegt eine genetische Veranlagung vor, die eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT verursacht. DHT (Dihydrotestosteron) ist die biologische aktive Form von Testosteron. An der Umwandlung von Testosteron zu DHT ist das Enzym 5-alpha-Reduktase beteiligt. Der Haarverlust ist dabei entweder auf eine erhöhte Aktivität des Enzyms und/oder auf eine große Rezeptorendichte in den Haarwurzeln zurückzuführen. In jeder Haarwurzel befinden sich nämlich Rezeptoren, an denen das DHT bindet. Wenn die Haarwurzeln genetisch bedingt empfindlich reagieren, beginnen die Haarwurzeln zu verkümmern. Dadurch verkürzt sich der Wachstumszyklus des Haars Schritt für Schritt, bis schließlich kein sichtbares Haar mehr aus der Kopfhaut austritt. Häufig bleibt nur noch ein Flaum zurück.


Bei Frauen zeigt sich anlagebedingter Haarausfall im Gegensatz zu Männern nicht in einem spezifischen Muster. Die androgenetische Alopezie beim Mann äußert sich zunächst mit Geheimratsecken, die in eine Tonsur übergehen. Selten sind die Haare am Hinterkopf betroffen und es bleibt oft ein Haarkranz über. Frauen, die unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, bemerken meist mit einem Ausdünnen der Scheitelregion. Der Haaransatz hingegen ist nicht betroffen.

Haarausfall nach der Schwangerschaft/Geburt

Eine Schwangerschaft ist ein prägendes Ereignis im Leben vieler Frauen. Nach der Entbindung ist plötzlich starker Haarausfall ein häufig auftretendes Phänomen.


Während der Schwangerschaft steigt der Hormonspiegel stark an. Eine besondere Rolle hierbei spielen Östrogene, das Gestagen Progesteron und das humane Choriongonadotropin (HCG).

Östrogene sind das bekannteste weibliche Geschlechtshormon. Es hat zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit und den Körper, vor allem auch auf die Haut und die Haare. Östrogene verhindern den Kollagenabbau und stimulieren das Haarwachstum.

Progesteron oder auch Gelbkörperhormon vermindert die Wirkung von Androgenen im Körper. Es hat eine gefäßstärkenden und kollagenstimulierenden Effekt, was sich in der Schwangerschaft in Kombination mit Östrogenen in einem strahlenden Teint und gesundem, vollem Haar äußert.

HCG, auch als Schwangerschaftshormon bekannt, trägt zur Ausschüttung von Progesteron und Östrogenen bei und fördert somit eine volle und glänzende Haarpracht.


Kurz nach der Entbindung gerät der Hormonspiegel einer Frau durcheinander. Das führt bei vielen Frauen zum sogenannten Baby Blues. Aber auch körperliche Veränderungen gehen damit einher. All die positiven Effekte der Hormone auf Haut und Haar verschwinden durch den rapiden Östrogenabfall. Das führt dazu, dass das Haar ausfällt. In den meisten Fällen verschwindet das Problem nach einigen Wochen oder Monaten von selbst wieder. Vereinzelt kann der Haarverlust auch während der Schwangerschaft in Folge von Mangelerscheinungen auftreten.

Haarausfall nach Absetzen der Antibabypille

Die Antibabypille gehört zu den sichersten Methoden der Empfängnisverhütung. In vielen dieser Pillen sind Östrogene enthalten. Frauen, die dieses Arzneimittel einnehmen, bemerken oft eine Verbesserung ihres Hautbilds und ein stärkeres Haarwachstum.

Ähnlich wie nach einer Schwangerschaft sorgt das Absetzen der Antibabypille dafür, dass der Östrogenspiegel plötzlich sinkt. Damit setzt bei vielen Frauen auch der Haarausfall ein. Dieser hält meist auch mehrere Wochen oder Monate an, bis sich der natürliche Hormonhaushalt des Körpers wieder eingependelt hat.

Haarausfall in den Wechseljahren

Neben der Pubertät und Schwangerschaft sind die Wechseljahre eine weitere Phase im Leben einer Frau, die mit einer großen hormonellen Umstellung einhergeht. Die Wechseljahre stellen eine große Zäsur dar, denn sie kennzeichnen das Ende der Fruchtbarkeit.


Als Wechseljahre werden die letzten Jahre vor und nach der letzten Regelblutung bezeichnet. Im Schnitt dauert dieser Prozess ca. 10 Jahre und verläuft in 3 Phasen. In dieser Zeit kommt es zu einer drastischen Veränderung in der Zusammensetzung des Hormonhaushalts, denn die Hormonproduktion in den Eierstöcken nimmt ab.


In der Perimenopause ist der Östrogenspiegel noch sehr hoch und der Zyklus regelmäßig, was sich mit dem Einsetzen der späten Perimenopause jedoch ändert. Die Regelblutung wird unregelmäßiger und die Sexualhormone wie Östrogen und Progesteron unterliegen starken Schwankungen

Die 2. Phase ist die Menopause. Genau genommen ist damit der 12-monatige Zeitraum nach dem finalen Ausbleiben der Periode gemeint. Die Menopause stellt den Übergang in die Postmenopause dar.

Die Postmenopause beginnt nachdem 12 Monate seit der letzten Blutung vergangen sind. Nun ist eine Frau medizinisch gesehen nicht mehr in der Lage, schwanger zu werden. Der Östrogen- und Progesteronspiegel hat sich auf einem niedrigen Level eingependelt und ist nun stabil.


Der entstandene Östrogenmangel hat verschiedenste körperliche Auswirkungen. Während der Wechseljahre verursacht er die typischen Symptome wie Müdigkeit und Hitzewallungen. Androgene - also männliche Geschlechtshormone - üben nun einen stärkeren Einfluss aus. Das führt bei einer Androgen-Empfindlichkeit z.B. zu einer veränderten Körperfettverteilung und auch zu Haarausfall. Dieser tritt meist in diffuser Form auf. Das heißt, die Haare fallen gleichmäßig am gesamten Kopf aus.

Kreisrunder Haarausfall

Beim kreisrunden Haarausfall, auch bekannt unter der Bezeichnung Alopecia areata, fällt das Kopfhaar an verschiedenen Stellen in einer scharf begrenzten, kreisrunden Form aus. Der Haarverlust kann bei einem besonders schweren Verlauf auch die gesamte Körperbehaarung betreffen.


Der kreisrunde Haarausfall liegt einer Autoimmunerkrankung zugrunde und kann durch verschiedene Faktoren wie z.B. Stress getriggert werden. Dabei greift das körpereigene Abwehrsystem die eigenen Haarwurzeln an und führt dazu, dass das Haar ausfällt und kahle Stellen entstehen. Solche Schübe sind meist nicht vorhersehbar und betreffen vor allem junge Frauen.

Haarausfall durch Vitaminmangel

Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind ein wichtiger Baustein im Körperkraftwerk. Ohne eine ausreichende Nährstoffzufuhr werden Stoffwechsel- und Wachstumsprozesse beeinträchtigt.


Auch für das Haarwachstum ist die Versorgung mit Mikronährstoffen von großer Bedeutung. Ein weit verbreitetes Problem ist ein Vitamin D-Mangel. Ein Mangel kann den Wachstumszyklus der Haare verkürzen, wodurch sie schneller ausfallen und langsamer nachwachsen.

Haarausfall bei Frauen kann häufig auch auf einen Eisenmangel zurückgeführt werden. Durch die monatliche Blutung verlieren Frauen vergleichsweise viel Blut. Mit dem Blutverlust sinkt auch der Eisenanteil. Das Spurenelement ist jedoch unverzichtbar für den Sauerstofftransport zu sämtlichen Körperzellen. Außerdem wird Eisen für Enzyme benötigt, die das Haarwachstum beeinflussen.

Auch ein Mangel an B-Vitaminen sowie Vitamin H (Biotin) sind Ursache für verstärkten Haarausfall.

Haarausfall durch Schilddrüsenerkrankungen

Haarausfall kann ebenfalls in Folge von Schilddrüsenerkrankungen auftreten. Fehlfunktionen der Schilddrüse bleiben oft lange unentdeckt, aber haben einen großen Einfluss auf den Hormonhaushalt. Denn die Hormone regeln u.a. den Blutdruck und das Zellwachstum sowie den Energiestoffwechsel und wirken sich so unmittelbar auf die Kopfhaare aus.


Liegt eine Funktionsstörung vor, bemerken Betroffene oftmals eine Veränderung der Haarstruktur. Das Haar wird stumpf und spröde und bricht schneller. Außerdem wird der Wachstumszyklus beeinflusst und die Wachstumsphasen werden immer kürzer. Dadurch wird das Haar nicht nur dünner, sondern fällt verstärkt aus Auch die Kopfhaut trocknet aus, was den Haarausfall begünstigt. Frauen sind dabei deutlich häufiger von Schilddrüsenerkrankungen betroffen als Männer.

Jahreszeitenbedingter Haarausfall

Haarausfall hat nicht immer nur körperliche Ursachen. Äußere Einflüsse wie das Wetter bzw. der Jahreszeitenwechsel kann ebenfalls Haarausfall verursachen.


Das Haar kann empfindlich auf Wetterumschwünge reagieren. Viele Frauen bemerken jedes Jahr im Herbst einen verstärkten Haarverlust. Genau genommen handelt es sich hierbei nicht um richtigen Haarausfall, sondern vielmehr um einen Haarwechsel. Ähnlich wie ein Fellwechsel. Ursache hierfür ist vor allem die UV-Strahlung, die für oxidativen Stress in den Haarfollikeln sorgt. Zum Schutz der Haare werden die Haarwurzeln vorzeitig in den Ruhezustand versetzt und nach wenigen Wochen - pünktlich im Herbst - macht sich das in verstärktem Haarausfall bemerkbar.

Weiterhin spielt ersten Erkenntnissen zufolge das Schlafhormon Melatonin eine Rolle. Das Hormon wird in der dunklen Jahreszeit verstärkt vom Körper produziert.Umso höher der Melatoninspiegel desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Haare in die Ruhephase übergehen. Nach wenigen Wochen fallen die Haare schließlich aus.

Haarausfall durch Medikamente

Medikamente haben oftmals eine Reihe von Nebenwirkungen, denn sie richten sich nicht nur gegen Krankheiten, sondern greifen zugleich in verschiedenste Körperprozesse ein. So kann die Einnahme bestimmter Medikamente auch Haarausfall verursachen.

Medikamente gelangen in die Blutlaufbahn und werden so zu den Haarwurzeln transportiert. Dort beeinflussen sie den Wachstumszyklus der Haare und können diesen verlangsamen oder sogar stoppen. Folgende Arzneimittel können plötzlichen Haarausfall bei Frauen auslösen:


  • Antidepressiva
  • Antibiotika
  • Beta-Blocker
  • Retinoide
  • Schilddrüsenmedikamente
  • Gestagen-Pillen
  • Blutverdünner

Haarausfall durch Stress

Für die meisten Menschen ist Stress ein alltäglicher Begleiter. Chronischer Stress hat nachgewiesenermaßen zahlreiche negative Auswirkungen auf den Körper und seine Funktionen. So ist Stress auch eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall bei Frauen.


Andauernde psychische Belastung setzt die Stresshormone Adrenalin und Cortisol frei. Diese beeinflussen den Hormonspiegel und damit verbundene Stoffwechselprozesse, denn der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt. Sowohl die Hormone selbst, als auch deren Abbauprodukte gelangen über den Blutkreislauf zu den Haarwurzeln und beeinträchtigen das Haarwachstum.

Darüber hinaus werden bei Stress verschiedene Botenstoffe freigesetzt, die aus dem Gehirn in den Blutkreislauf gelangen. Diese Botenstoffe lösen Entzündungsprozesse aus, auf die der Körper mit der Bereitstellung von Abwehrzellen reagiert. Es wird angenommen, dass die körpereigenen Abwehrzellen sich gegen die Haarwurzeln richten und so den Wachstumszyklus unterbrechen und das die Ursache des plötzlichen Haarausfalls ist.

Behandlung von Haarausfall bei Frauen: Welche Tipps retten die Haare?

Die Therapien gegen Haarausfall richten sich nach der Ursache. Eine zielgerichtete Behandlung erfordert jedoch auch eine konkrete Diagnose, was für viele Betroffene oft zum Spießrutenlauf wird. Denn oft sind es mehrere Ursachen, die zum Haarausfall bei Frauen führen.

Um das Ausmaß des Haarausfalls so gering wie möglich zu halten und das Haarwachstum wieder anzuregen, kann jede Frau aber verschiedene Vorkehrungen treffen - auch unabhängig von der Ursache des Haarverlusts.

Hormonhaushalt checken lassen

Haarausfall bei Frauen ist in vielen Fällen ein hormonelles Problem bedingt durch eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre. Aber auch Krankheiten wie PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) können eine Ursache für den Haarausfall sein.

Wer eine hormonelle Störung als Auslöser für den plötzlichen Haarverlust vermutet, sollte einen Endokrinologen aufsuchen. Eine Untersuchung kann Aufschluss darüber geben, ob tatsächlich eine hormonelle Störung vorliegt und welche Maßnahmen zur Therapie ergriffen werden müssen.

Haarpflege

Die Pflege spielt bei der Behandlung von Haarausfall eine entscheidende Rolle. Denn auch die Verwendung von ungeeigneten Pflegeprodukten kann den Haarausfall bei Frauen begünstigen. Schuld daran sind z.B. aggressive Tenside, Duftstoffe oder Konservierungsstoffe.


Um den Haarverlust einzudämmen und das geschwächte Haar zu pflegen, sollte die Häufigkeit der Haarwäsche auf ein Minimum reduziert werden. Milde Shampoos mit Inhaltsstoffen wie Koffein können das Haarwachstum unterstützen. Um Haarbruch bei strapaziertem und trockenem Haar zu verringern, eignen sich Haarspülungen und Haarkuren.


Um die Kopfhaut und das Haar mit Nährstoffen und Feuchtigkeit zu versorgen, können auch Haaröle eingesetzt werden. Rezilin mit Basilikum-Extrakt pflegt das Haar und beugt gleichzeitig nicht krankheitsbedingtem Haarausfall vor. Um das Haaröl in die Kopfhaut einzuarbeiten, empfehlen sich Kopfhautmassagen mit den Fingern oder speziellen Silikonbürsten. Das regt die Durchblutung in der Kopfhaut an und verbessert somit die Versorgung der Haarwurzeln mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Schonendes Haarstyling

Um das beanspruchte Haar und die Kopfhaut zu schonen, sollte das Haarstyling auf ein Minimum reduziert werden. Föhnhitze, Glätten und Locken schädigen das Haar und trocknen die Kopfhaut aus. Das kann den Haarausfall bei Frauen verstärken und das Wachstum der Haare beeinträchtigen.

Ähnlich verhält es sich mit der Verwendung von Stylingprodukten. Haarprodukte wie Trockenshampoo, Schaumfestiger, Haarspray oder Volumenpuder sammeln sich auf der Kopfhaut an und verstopfen die Talgdrüsen. Dadurch verliert das Haar den natürlichen Schutzmantel aus Talg und trocknet aus. Schädliche Inhaltsstoffe solcher Produkte können außerdem dafür sorgen, dass Irritationen entstehen und der Wachstumszyklus des Haares unterbrochen wird.


Ein weiterer Tipp um die Haare zu schonen: Lockere Frisuren. Haarausfall kann nämlich auch durch das häufige Tragen strenger Zöpfe begünstigt werden, auch bekannt unter Traktionsalopezie. Bei Haarausfall eignen sich lockere Flechtzöpfe oder große Haarklammern, mit denen das Haar hochgesteckt werden kann.

Nahrungsergänzungsmittel

Haarausfall steht häufig im Zusammenhang mit einem Nährstoffmangel. Ein Blutbild kann Aufschluss darüber geben, welches Vitamin oder Spurenelement fehlt. Um den Mangel zu beheben, muss entweder die Ernährung angepasst oder das fehlende Vitamin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen werden.

Für die Haargesundheit spielen verschiedene Mikronährstoffe eine wichtige Rolle. Dazu gehören:


  • Vitamin A, C, D, E
  • B-Vitamine
  • Vitamin H (Biotin)
  • Zink
  • Selen
  • Silizium
  • Magnesium
  • Calcium
  • Aminosäuren usw.

Nahrungsergänzungsmittel für schönes Haar sollten mit Bedacht ausgewählt und eingenommen werden. Dabei sollte man darauf achten, dass die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe möglichst groß ist, damit der Körper die Vitamine besser aufnehmen und verarbeiten kann. Insofern kein akuter Mangel besteht, sollte die empfohlene Tagesdosis nicht überschritten werden. Denn auch eine Überversorgung kann auf Dauer schädlich sein.

Gesunder Lebensstil

Ein weiterer Faktor zur Vorbeugung von Haarausfall ist ein gesunder Lebensstil. Insbesondere Frauen sind häufig mit einer Doppelbelastung aus Arbeit und Haushalt sowie Kindererziehung konfrontiert. Ausreichend Zeit für sich und Entspannung kommt häufig zu kurz. Das resultiert in Stress, zu wenig Schlaf und schlechten Ernährungsgewohnheiten, was wiederum Haarausfall fördern kann.


Wer sich körperlich und emotional ausgelaugt fühlt, sollte sich nicht scheuen, nach Hilfe zu fragen und sich regelmäßig Auszeiten zu nehmen. Jeder Mensch benötigt zwischen 7 und 9 Stunden erholsamen Schlaf, damit der Körper sich regenerieren kann. Betroffene sollten lernen, mit dem Stress des Alltags umzugehen, wenn man ihm nicht aus dem Weg gehen kann. Einen Ausgleich kann z.B. autogenes Training, Meditation oder Sport liefern. Gleichzeitig tut man so etwas für die Gesundheit.

Sonnenschutz

Im Sommer ist Sonnenschutz für die Haut für die meisten Menschen ein Muss. Der Sonnenschutz für die Haare kommt hingegen oftmals zu kurz und das obwohl die UV-Strahlung eine der Hauptursachen für jahreszeitenbedingten Haarausfall darstellt.


Um saisonalen Haarausfall bei Frauen zu vermeiden, sollten die Kopfhaut und das Haar bei starker Sonnenstrahlung mit Hilfe von Sonnenhüten, Kappen oder Tüchern bedeckt werden. Vor allem helle Hauttypen mit hellem Haar neigen zu schmerzhaften Sonnenbränden auf dem Kopf. Dort wo die Kopfhaut hervortritt, ist die Verwendung von Sonnencreme angebracht.

Die Haarlängen selbst können auch vor der Sonne geschützt werden. Dafür gibt es spezielle Haarprodukte, die einen Lichtschutzfaktor enthalten und damit ähnlich wie ein Sonnenschutz auf der Haut wirken.

Fazit

Plötzlicher Haarausfall bei Frauen kann sehr viele unterschiedliche Ursachen haben. Oft entsteht der Haarverlust aus dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie z.B. hormonellen Schwankungen, Stress, falsche Pflege oder erbliche Veranlagung. Aus diesem Grund erweist sich die Behandlung von Haarausfall bei Frauen oft als sehr zeitintensiv. Der Gang zum Dermatologen und Endokrinologen kann bei der Wahl der richtigen Therapie sehr hilfreich sein. Vor allem wenn Erkrankungen der Grund für das Problem sind, ist eine Therapie mit Medikamenten notwendig.

Grundsätzlich sollten Frauen, die unter Haarausfall leiden, einen ganzheitlichen Ansatz bei der Behandlung verfolgen und alle Störfaktoren vermeiden. So kann der Haarausfall in Zukunft vermieden werden.tr


QUELLEN

  • Uwe Schwichtenberg, Birte Schwichtenberg: Haarausfall — ein kurzer Überblick für die Praxis. 2019.
  • T. GRANT PHILLIPS, W. PAUL SLOMIANY, ROBERT ALLISON: Hair Loss: Common Causes and Treatment. 2017.
  • RL Lin, L Garibyan, AB Kimball, LA Drake: Systemic causes of hair loss. 2016.