Haarausfall durch Vitaminmangel: Diese Vitamine fehlen!

Haarausfall durch Vitaminmangel: Diese Vitamine fehlen ihrem Haar!

Redaktion, 14. Dezember 2021

Haarausfall Vitaminmangel

Ein Vitaminmangel bleibt oft unentdeckt und kann zum Haarverlust führen.

Viele Frauen und auch Männer leiden unter stumpfem und sprödem Haar. Wenn das Haar brüchig und trocken erscheint und sogar ausfällt, kann ein Vitaminmangel dahinterstecken. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind lebensnotwendig. Liegt ein Mangel vor, macht sich das schnell in Form von Müdigkeit, fahler Haut und Haarausfall bemerkbar. Für gesundes und volles Haar benötigt der Körper eine Reihe verschiedener Nährstoffe. Wie sich Haarausfall durch Vitaminmangel bemerkbar macht und welche Vitamine das Haar für ein gesundes Wachstum benötigt, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie ist das Haar aufgebaut?

Haare bestehen - so wie die Nägel auch - aus Hornzellen. Dabei handelt es sich um abgestorbene Zellen, die speziell beim Haar drei verschiedene Schichten bilden.


Die äußerste Schicht wird Cuticula genannt. Die Cuticula ist die Schuppenschicht des Haares und besteht aus verhornten, flachen Zellen, die wie Fischschuppen überlappt angeordnet sind. Anhand der äußeren Haarschicht kann die Haargesundheit bestimmt werden. Ist das Haar brüchig und spröde, so bilden die überlappenden Zellen keine glatte Schicht, sondern stehen nach außen ab. Gesundes Haar ist durch eine geschlossene und glatte Oberfläche gekennzeichnet.


Die zweite Schicht ist der Kortex, auch Faserschicht genannt. Die Faserschicht ist sehr komplex und besteht aus winzigen Faserbündeln, die spindelförmig miteinander verbunden sind und auf dem Weg nach außen verhornen. Je nach Anordnung der Keratinfasern ergibt sich die Haarstruktur - glatt, lockig oder kraus.


Die letzte und innerste Schicht des Haars ist die Medulla. Die Medulla ist das Haarmark und dabei handelt es sich um teilweise keratinisierte Zellen, die direkt aus der Haarpapille entwachsen. Das Haarmark bildet somit einen weichen Kern, der aber nicht in jedem Haar vorhanden ist.


Bei dem äußerlich sichtbaren Teil der Haare handelt es sich um abgestorbene Zellen, der Haarschaft mit der Haarwurzel bleiben in der Kopfhaut verborgen. Diese inneren und lebendigen Bestandteile des Haars sind es aber, die unbedingt mit Vitaminen und Mineralien versorgt werden müssen. Ihr Zustand bestimmt letztendlich, ob das Haar kräftig und dick aus der Haarwurzel herauswächst, oder dünn und brüchig ist.

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Haarausfall Vitaminmangel: Welche Vitamine fehlen?

Haarausfall kann unterschiedliche Ursachen haben. Neben hormonellen Schwankungen oder Stress kann auch ein Vitaminmangel zum Haarausfall führen.

Der Mensch verliert täglich 80-100 Haare. Das ist ein normaler Prozess und auf den Haarwachstumszyklus zurückzuführen. Fehlen dem Körper jedoch wichtige Mikronährstoffe, kann sich der Haarwachstumszyklus verkürzen und die Haare fallen schneller aus. Das verstärkt den Eindruck, dass mehr Haare als gewöhnlich ausfallen. Das fehlende Vitamin zu identifizieren ist jedoch nicht immer so leicht.

Haarausfall durch Vitamin D-Mangel

Vitamin D ist vor allem in den Wintermonaten ein großes Thema. Der Großteil der Menschen in Deutschland leidet unter einem Vitamin D-Mangel.

Nur ein geringer Teil des Vitamin D-Bedarfs wird über die Nahrung gedeckt. Im Gegensatz zu anderen Vitaminen, die über die Nahrung aufgenommen werden, wird Vitamin D vom Körper selbst hergestellt. Das ist jedoch nur der Voraussetzung möglich, dass UV-Strahlung in ausreichender Intensität auf die Haut auftrifft. Das aufgrund geographischer Gegebenheit, aber auch aufgrund der Lebensführung (Vollzeit-Job, lange Klamotten etc.) fast nie möglich.


Ein Vitamin D-Mangel macht sich durch Beschwerden wie Muskel- und Knochenschmerzen, Schwächegefühle und ein schwaches Immunsystem bemerkbar. Aber auch die Haare leiden unter der Mangelversorgung. Vitamin D beeinflusst u.a. den Haarwachstumszyklus durch seine hormonelle Wirkung und kann diesen bei einem Mangel verkürzen. Das Haar fällt somit schneller aus.

Haarausfall durch Eisenmangel

Bei Eisen handelt es sich um ein Spurenelement, ein Mangel ist also weniger ein Vitaminmangel, sondern ein Spurenelement-Mangel.

Eisen wird im Körper vor allem für den Sauerstofftransport und die Sauerstoffspeicherung verantwortlich. Liegt ein Eisenmangel vor, kann sich das in sprödem und stumpfem Haar oder Haarausfall äußern.


Einerseits wird angenommen, dass durch den eingeschränkten Sauerstofftransport die Haarwurzeln leiden und in ihrem Wachstum beeinträchtigt werden. Zugleich gelten die Haarfollikelzellen zu jenen Zellen, die sich am schnellsten vermehren. An diesem Wachstumsprozess sind verschiedene, Eisen-abhängige Enzyme beteiligt. Fehlt das Spurenelement, ist die Vermehrung der Haarfollikelzellen eingeschränkt. Das Haar wird dünner und fällt schneller aus.

Haarausfall durch Vitamin A-Mangel

Vitamin A ist vielen als Anti-Aging-Wirkstoff in der Hautpflege bekannt. Im Körper wird Vitamin A vor allem für Wachstumsprozesse und ein intaktes Sehvermögen benötigt. Außerdem ist das Vitamin am Aufbau einer gesunden Haut, Schleimhäuten und Blutkörperchen beteiligt und auch in vielen weiteren Stoffwechselprozessen unverzichtbar.


Auch für gesunde Haare wird Vitamin A benötigt. Ein Mangel zeigt sich daher häufig auch in Form von Haarausfall. Das Vitamin wird für einen normalen Haarwachstumszyklus benötigt. Außerdem beeinflusst es die Fettsynthese in den Follikeln und trägt somit zu geschmeidigem und gepflegtem Haar bei. Fehlt das Vitamin, kann die Kopfhaut und das Haar austrocknen und schneller brechen.

Haarausfall durch Vitamin E-Mangel

Bei Vitamin E handelt es sich um ein äußerst effektives Antioxidans. Das zellschützende Vitamin neutralisiert freie Radikale im Körper und schützt die Zellen so vor Schäden durch die aggressiven Sauerstoffverbindungen. Da es sich um ein fettlösliches Vitamin handelt, spielt die Schutzfunktion von Vitamin E insbesondere im Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle. Im Rahmen dieser Wirkung schützt das Vitamin auch vor Entzündungsreaktionen.


Haarausfall kann auch durch einen Vitamin E-Mangel verursacht bzw. begünstigt werden. Vor allem bei Sonneneinstrahlung leidet das Haar stark unter freien Radikalen, die infolgedessen entstehen. Ohne wirksame Antioxidantien wie Vitamin E greift die freien Radikale die Haarwurzeln an und können Entzündungsreaktionen auslösen, die die Haarwurzeln zerstören.

Welche Vitamine helfen noch gegen Haarausfall?

Liegt nachweislich ein Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen vor z.B. als Resultat einer Blutuntersuchung, sollte dieser umgehend ausgeglichen werden. Oft liegt ein Vitamin D-Mangel oder Eisenmangel vor, der in Absprache mit einem Arzt mit ausgewählten Präparaten behoben werden kann.


Um das Haarwachstum und die Haargesundheit zu unterstützen, gibt es zusätzlich sogenannte Haar-Vitamine. Dabei handelt es sich um Nährstoffe, die speziell auf das Haar eine positive Wirkung haben und im Kampf gegen Haarausfall helfen können.

  • Biotin: Biotin ist auch als Vitamin B7 oder Vitamin H bekannt und gehört damit zur Gruppe der B-Vitamine. Biotin wird für verschiedene Stoffwechselvorgänge und Wachstumsprozesse benötigt. Mit Hilfe von Biotin kann Zellwachstum im Haarfollikel unterstützt und somit Haarausfall vorgebeugt werden.

  • Vitamin B12: Ein Mangel an Vitamin B12 ist bei einem Menschen eher selten. Wenn er auftritt, dann sind vor allem Vegetarier bzw. Veganer davon betroffen, denn Vitamin B12 ist vor allem in tierischen Produkten vorhanden. Vitamin B12 ist im Körper für den Energiestoffwechsel zuständig, sodass den Zellen und Organen für ihre Funktion ausreichend Energie zur Verfügung steht. Das gilt auch für die Haarwurzeln.

  • Silizium: Silizium ist ein Spurenelement und Hauptbestandteil der knochenbildenden Zellen. Es hat damit auch einen großen Einfluss auf das Bindegewebe, Knorpel und Sehnen. Silizium soll die Hornmatrix in den Haaren stärken und so zur Haardichte beitragen. Außerdem kann das Spurenelement Haarausfall vorbeugen und zur Neubildung von Haaren beitragen.

  • Selen: Selen ist ein wichtiges Spurenelement, das eine antioxidative Wirkung besitzt und so oxidativem Stress vorbeugt. Es fungiert als Radikalfänger und kann so Entzündungsprozessen, die Haarausfall begünstigen, vorbeugen. Außerdem ist Selen an der Zellteilung und am Zellwachstum im Körper beteiligt, was sich positiv auf das Haarwachstum auswirken kann.

  • Zink: Zink übernimmt im Körper verschiedene Funktionen. Der Nährstoff ist Bestandteil verschiedener Enzyme und damit an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Darunter sind auch der Keratin- und Kollagenaufbau. Die Einnahme von Zink kann so den Haarzustand verbessern und Haarausfall vorbeugen. verbessern Zudem stärkt Zink die Immunabwehr und trägt zum Zellwachstum bei, wovon auch das Haarwachstum profitieren kann.

  • Vitamin C: Vitamin C ist nicht nur in der Hautpflege beliebt. Auch das Haar benötigt Vitamin C. Das Vitamin ist ein effektives Antioxidans und neutralisiert freie Radikale. Zudem stimuliert es die Kollagenproduktion und hat eine durchblutungsfördernde Wirkung. Auf diese Weise kann das Haarwachstum angeregt und Haarausfall reduziert werden.

Sind Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall sinnvoll?

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel für die Haare ist groß. Ob Gummibären, Dragees oder Tabletten - all diese Vitamine versprechen kräftigeres Haar und weniger Haarausfall. Dabei ist ein Vitaminmangel in Deutschland in der Theorie eigentlich kein Problem. Mit einer ausgewogenen Ernährung könnte jeder Mensch somit seinen Tagesbedarf an wichtigen Nährstoffen decken. In der Realität sieht das jedoch anders aus.


Ein großes Problem sind ungesunde Essgewohnheiten. Schnelles Essen für unterwegs aus dem nächsten Fast Food Restaurant macht zwar satt, wertvolle Nährstoffe findet man darin jedoch nicht. Aber auch bei frischem Obst und Gemüse sinkt der Anteil an wertvollen Vitaminen und Mineralien mit jedem Tag, an dem es nicht verarbeitet wird. Und auch aufgrund von Unverträglichkeiten und Lebensmittelallergien ist die ausreichende Vitaminzufuhr bei vielen Menschen nicht gegeben.


In solchen Fällen machen Nahrungsergänzungsmittel durchaus Sinn, um die Kopfhaut und das Haar von innen heraus mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Ohne die Nährstoffe werden Prozesse, die an der Zellteilung und damit am Haarwachstum beteiligt sind, gehemmt. Allerdings sollte vorher herausgefunden werden, welche Vitamine genau dem Körper fehlen. Nur so ist eine gezielte Behandlung mit Hilfe von Nahrungsergänzungspräparaten möglich.


QUELLEN

  • Hind M. Almohanna, Azhar A. Ahmed, John P. Tsatalis & Antonella Tosti: The Role of Vitamins and Minerals in Hair Loss: A Review. 2019.
  • D. H. Rushton: Nutritional factors and hair loss. 2002.