Strohige Haare im Sommer: So wird das Haar wieder weich!

Strohige Haare im Sommer: Diese Mittel machen das Haar weich!

Redaktion, 07. JULI 2022

Strohige Haare im Sommer
Vor allem im Sommer leiden die Haare und werden strohig und brüchig.

Der Sommer ist für die meisten Menschen die schönste Jahreszeit. Lange Tage, warme Temperaturen und die spürbar aufkommende Lebensfreude verbessern die Laune und fördern das Selbstbewusstsein. Für Frauen und Männer mit langen Haaren beginnt mit den Sommermonaten hingegen oft eine unangenehme Zeit - denn Trockenheit breitet sich im Haar aus. Strohige Haare im Sommer sind nicht nur unschön anzusehen, sondern erhöhen auch das Risiko für Haarbruch. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, mit welchen Mitteln strohiges Haar den Sommer übersteht und wieder seidig weich wird.

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Was sind die Ursachen für strohiges Haar im Sommer?

Strohiges Haar ist nicht nur im Sommer ein Problem. Oft neigt das Haar schon vorher zu Trockenheit, was dann durch den Einfluss von äußeren Faktoren verstärkt wird. Im Sommer fühlt sich das Haar aus folgenden Gründen strohig an:

1. UV-Strahlung

Die Hauptursache für strohiges Haar im Sommer sind die UV-Strahlen des Sonnenlichts. Sie haben eine bleichende Wirkung und schädigen die Haarstruktur, indem die Strahlen die Keratinschicht angreifen. Zudem schädigt die UV-Strahlung die schützende Lipdischicht, die jedes Haar umgibt und vor Austrocknung schützt. Die Schuppenschicht des Haars öffnet sich, wodurch das poröse Haar eine größere Angriffsfläche bietet. Das führt dazu, dass die Feuchtigkeit nicht mehr im Inneren der Haare gehalten werden kann und nach außen verdunstet. Das Haar trocknet sowohl von innen, als auch von außen aus und wird strohig und brüchig.

2. Hitze

Ein weiterer Faktor, der das Haar im Sommer stark strapaziert, ist die hohe Temperatur. Auch in unseren Breitengraden herrschen im Sommer oft Temperaturen über 30 Grad. Die Hitze macht nicht nur den Menschen durstig, sondern auch das Haar. Allerdings verpassen es die meisten, das Haar ebenso wie sich selbst mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Die hohen Temperaturen bewirken, dass die Feuchtigkeit aus dem Haar verdunstet. Auf diese Weise trocknet das Haar aus und verliert seine Stabilität und Elastizität. Ein strohiges Haargefühl und Haarbruch sind da vorprogrammiert.

3. Chlorwasser

Der Besuch im Freibad gehört für die meisten im Sommer dazu. Und auch im Urlaub steht eine Abkühlung im Pool an der Tagesordnung. Schon bald werden so aus den gepflegten, weichen Haaren allerdings trockene Haare.

Sobald das Haar mit Wasser in Berührung kommt, weicht die Haaroberfläche auf. Das Haar saugt sich nun wie ein Schwamm mit dem gechlorten Wasser voll. Die Chemikalie dringt in die Haarschichten ein und löst dort eine chemische Reaktion aus. Das kann nicht nur zu Farbveränderungen (vor allem bei blondiertem Haar) führen, sondern trocknet die Mähne extrem aus. Zusätzlich greifen die Zusätze im Poolwasser die natürliche Schutzschicht der Haare an. So verliert das Haar an Glanz und Geschmeidigkeit.

4. Salzwasser

Wer nun denkt er meidet das Poolwasser und geht stattdessen lieber ins Meer, der tut seinen Haaren nichts Gutes. Denn auch das Salzwasser ist schädlich für die Haarstruktur und verursacht trockenes Haar. Auch das Salzwasser wird von den Haaren aufgesaugt. Salz hat eine austrocknende Wirkung und das Konzentrationsgefälle zwischen Meerwasser und Haaren bewirkt, dass dem Haar Feuchtigkeit entzogen wird. So ist es nicht verwunderlich, dass die Haare nach einem Strandtag extrem spröde und strohig und häufig sogar verfilzt sind.

5. Häufiges Waschen

Der Sommer ist meist eine schweißtreibende Angelegenheit. In den Sommermonaten verändert sich somit auch der Dusch- und Haarwasch-Rhythmus. Die Haare werden häufiger mit Shampoo gewaschen als in den Herbst- und Wintermonaten, um den Kopf vom Schweiß und Talg des Tages zu reinigen. In den meisten Shampoos sind aggressive Reinigungssubstanzen enthalten - so genannte Sodium Laureth Sulfate - die das Haar bei häufiger Anwendung stark strapazieren. Die Folge: Es wird die natürliche Schutzschicht sowohl von der Kopfhaut, als auch von den Haarlängen und Spitzen heruntergewaschen. Zwar fühlt sich das Haar so “quietschsauber” an, wird aber gleichzeitig extrem brüchig und strohig und verliert seinen Glanz.

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Strohige Haare in den Wechseljahren: Sind die Hormone schuld?

Strohiges Haar fällt vor allem in den Sommermonaten auf, wenn die Luft spürbar wärmer und trockener wird. Häufig waren die Haare aber auch schon vorher strapaziert und die beanspruchten Haare machen sich erst mit dem Wetterwechsel so richtig bemerkbar. Vor allem ältere Frauen klagen im Sommer oft über extrem strohiges und glanzloses Haar. Die Ursache hierfür sind nicht nur das Sonnenlicht und die Hitze, sondern die Wechseljahre.


Die Wechseljahre sind für viele Frauen eine körperlich und seelisch sehr anspruchsvolle Lebensphase. Es beginnt zunächst mit einem Auf und Ab der Hormone Östrogen und Progesteron, was bereits zu typischen Wechseljahres-Symptomen führt. Im Laufe der Zeit pendelt sich der Hormonspiegel wieder ein - mit dem Unterschied, dass der Anteil an Östrogenen nun stark gesunken ist. Und dieser niedrige Östrogenspiegel hat Auswirkungen auf die Haargesundheit.


Östrogen gilt als Schönheitshormon. Fehlt es, verändern sich auch die Haare. Das liegt u.a. an folgenden Auswirkungen:


  • Verringerung der Talgproduktion und demnach weniger natürlicher Schutz von Kopfhaut und Haar, was zu Austrocknung führt
  • Verlangsamung des Haarwachstums, wodurch das Haar dünner und kürzer nachwächst
  • Verlust von Farbpigmenten im Haar, was die Haarstruktur verändert und das Haar porös und strohig macht

Welche Faktoren spielen bei strohigem Haar noch eine Rolle?

Einen gesunden Haarzustand aufrechtzuerhalten ist für viele Menschen eine lebenslange Herausforderung. Unzählige Einflüsse strapazieren das Haar pausenlos und lassen es strohig und matt aussehen. Weitere Ursachen für strohiges Haar sind:


  • einseitige, vitaminarme Ernährung
  • häufiges Blondieren und Färben der Haare
  • mangelnde Pflege z.B. mit Haarmasken und Conditioner
  • ungeeignete Produkte für die Haarpflege
  • häufiges Hitzestyling mit Glätteisen, Fön oder Lockenstab
  • Erkrankungen des Hormonsystems z.B. Schilddrüsenunterfunktion
  • Hauterkrankungen

Strohiges Haar im Sommer vorbeugen mit diesen Tipps

Einfacher als strohiges Haar wiederzubeleben ist es, das Austrocknen der Haare von Beginn an zu verhindern. Insbesondere im Sommer können die richtigen Maßnahmen das Haar schützen, sodass die gesunde Haarstruktur erhalten wird.

Tipp Nr. 1: Sonnenschutz 

Ebenso wie die Haut einen Sonnenschutz benötigt um nicht zu verbrennen, sollte auch das Haar vor dem schädlichen Einfluss der UV-Strahlung bewahrt werden.

Um das Haar vor der Sonne zu schützen, gibt es Haarpflegeprodukte in verschiedenen Variationen: Sprays, Haarmasken und Balsame verleihen den Haaren einen Sonnenschutz und verhindern, dass es zu Stroh wird.

Das Haar kann auch auf konventionelle Art und Weise vor dem UV-Licht geschützt werden, nämlich mit Hilfe von Kappen, Sonnenhüten und stylischen Haarbändern.

Tipp Nr. 2: Haare kalt ausspülen

Um das Haar vor Austrocknung und Haarbruch zu schützen, muss im Sommer nicht aufs Baden verzichtet werden. Sobald man den Pool oder das Meer verlässt, ist es jedoch wichtig, das Haar gründlich auszuspülen - am besten mit kaltem Wasser. Das unmittelbare Ausspülen der Haare schwemmt Chlor- und Salzablagerungen aus den Haarschichten aus und verschließt gleichzeitig die Haaroberfläche. Das verhindert, dass dem Haar Feuchtigkeit entzogen wird.

Tipp Nr. 3: Leave-In Conditioner

Eine weitere Möglichkeit die Haare vor Feuchtigkeitsverlust und Ablagerungen zu schützen, sind Leave-In-Conditioner. Vor allem dann wenn es absehbar ist, dass das Haar mit Chlor- oder Salzwasser in Berührung kommt.

Leave-In Pflegekuren sind pflegende Produkte, die in die Längen und Spitzen einmassiert und nicht ausgespült werden. Sie umschließen die Haare mit einem schützenden Film, der das Aufschwemmen der äußeren Haarschicht verhindert. So kann der Entstehung von strohigem und glanzlosem Haar vorgebeugt werden.

Pflegetipps für strohiges Haar: So wird das Haar wieder weich und glänzend

Das Haar benötigt ganzjährig Zuwendung und Pflege, insbesondere wenn es sich um langes Haar handelt. Nur so kann das ein gesunder Haarzustand erhalten werden und das Haar hält den Strapazen im Sommer stand. Hat das Haar bereits unter den verschiedenen Einflüssen gelitten, dann ist das kein Grund zur Panik. Folgende Tipps verleihen dem strohigen Haar wieder Glanz und ein seidiges Haargefühl:

1. Spitzen schneiden

Ist das Haar durch Hitze, Wasser und Zöpfe strapaziert, beansprucht das vor allem die Haarspitzen. Sie entwickeln Spliss und Haarbruch und sehen ausgefranst aus. Damit das Haar wieder füllig und gesund aussieht, müssen oftmals nur die kaputten Spitzen abgeschnitten werden. “Hauptsache lang” ist hier die falsche Devise. Besser ist es ein wenig mehr abzuschneiden und dafür sämtlichen Spliss zu entfernen. Nach einem ordentlichen Haarschnitt bleiben weiche und intakte Haarenden zurück, die vom strohigen Ausgangszustand weit entfernt sind. 

2. Haarspülung

Strohiges Haar fühlt sich trocken an und lässt sich häufig nur schlecht durchkämmen, Das wiederum kann Haarbruch und Spliss verstärken. Um einen weiteren Feuchtigkeitsverlust zu vermeiden und das Wasser stattdessen nach dem Duschen im Haar einzuschließen, ist eine Spülung bei jeder Haarwäsche unverzichtbar. Die Spülung bildet einen dünnen, schützenden Film um das Haar und verhindert, dass Feuchtigkeit verloren geht. Außerdem verleihen Haarspülungen einen gesunden Glanz und bessere Kämmbarkeit.

Bei besonders beanspruchtem Haar empfiehlt sich die CSC-Methode. Das Haar wird angefeuchtet, Conditioner (Spülung) in den Längen verteilt, Shampoo in die Kopfhaut einmassiert, anschließend ausgespült und nochmal Conditioner in den Längen verteilt und nach kurzer Einwirkzeit ausgewaschen. Diese Technik schützt das Haar vor Austrocknung durch das Shampoo.

3. Haarmasken

Strohiges Haar kann sowohl durch einen Feuchtigkeitsmangel, als auch durch einen Proteinmangel entstehen. Mit Hilfe einer geeigneten Haarmaske können diese Probleme behoben werden.

Haarmasken sind reichhaltiger als Haarspülungen. Sie werden ca. ein Mal Pro Woche angewendet und wirken länger ein, als ein Conditioner. Haarmasken enthalten u.a. Proteinverbindungen zur Reparatur der Haarstruktur, aber auch nährende Öle wie in der Rezilin Haarkur und Vitamine. Strohiges Haar wird bereits nach der ersten Anwendung seidig weich und glänzend und ist weniger anfällig für Schäden.

Haarmasken lassen sich auch einfach selbst herstellen und die Hausmittel dafür hat meist jeder schon zu Hause. Am besten eignen sich dafür Avocado, Quark, Eigelb und Mayonnaise und Reiswasser.

4. Kopfmassagen

Strohiges Haar ist häufig das Ergebnis von Austrocknung. Die schützende Fettschicht aus Talg fehlt und darunter leiden vor allem die Haarlängen. Um diese natürliche Schutzschicht wiederherzustellen, können Kopfmassagen helfen.

Eine gründliche Massage der Kopfhaut mit den Fingern und einer Haarbürste regt die Durchblutung und die Talgproduktion an. Durch das Ausbürsten in den Längen verteilt sich das Hautfett im Haar bis hin zu den Spitzen und bildet eine Schutzschicht, die das Haar glänzend und geschmeidig macht. Umso regelmäßiger eine Kopfmassage erfolgt, desto eher wird der Lipidfilm im Haar wieder aufgebaut. So entsteht eine natürliche Barriere, die vor Austrocknung schützt.

Fazit

Langes Haar ist nicht automatisch schön - es muss auch gepflegt sein. Insbesondere im Sommer leidet das Haar unter dem Einfluss von Chlorwasser, Salzwasser, häufigem Waschen und hohen Temperaturen. Schon bald fühlt es sich strohig an und sieht stumpf und ausgefranst aus. Wird das haar rechtzeitig geschützt, kann das vermieden werden. Ist es bereits zu spät, hilft nur noch eins: Pflege, Pflege und noch mehr Pflege.


QUELLEN

  • Ana Carolina Santos Nogueira, Ines Joekes: Hair color changes and protein damage caused by ultraviolet radiation. 2004.
  • Elizabeth L. Wagner, Jung-Bum Shin: Mechanisms of Hair Cell Damage and Repair. 2019.
  • S. Ellsässer: Körperpflegekunde und Kosmetik. Haare und Nägel. 2008.