Haarausfall nach Schwangerschaft: So lässt er sich vermeiden!

So lässt sich Haarausfall nach der Schwangerschaft vermeiden!

Redaktion, 03. Dezember 2021

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Was hilft gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Wohingegen die Haare während der Schwangerschaft oft kräftiger werden und gesund glänzen, ist nach der Geburt des Kindes leider meist das Gegenteil der Fall: Haarausfall nach Schwangerschaft ist ein Problem, von dem viele Frauen betroffen sind. Das Glück, das mit dem Neugeborenen einhergeht, wird dadurch meist geschmälert. Die Mamis leiden unter dem Haarverlust und es stellt sich die Frage: Wann hört das endlich wieder auf? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Haarausfall nach der Geburt und verraten in diesem Artikel einige Tipps und Tricks, wie er sich verringern lässt!

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Haarausfall bei Frauen: Dieses Hausmittel hilft

Anstelle den Haarausfall mit verschreibungspflichtigen Mitteln zu bekämpfen, die starke Nebenwirkungen haben, vertrauen viele Betroffene auf die Kraft der Hausmittel. Richtig ausgewählt und angewendet können Hausmittel wirksame Helfer im Kampf gegen das dünner werdende Haar sein. 

Warum hat man während der Schwangerschaft besonders schöne Haare?

Die Schwangerschaft ist für die werdenden Mamas mit einer großen Hormonumstellung verbunden, ähnlich wie auch während der Pubertät oder der Wechseljahre. Themen bezüglich der Veränderungen des Körpers und von Haut und Haar sind hier von großer Bedeutung.


Die Produktion der Hormone läuft während einer Schwangerschaft auf Hochtouren. Eines davon spielt hierbei eine tragende Rolle: Das weibliche Östrogen. Es beeinflusst vor allem die Struktur der Haare und das Hautbild. Die Veränderung im Östrogenspiegel merkt man äußerlich besonders an der Haut, den Nägeln und der Haare. Viele schwangere Frauen freuen sich daher über eine gesunde, rosige Haut und eine volle, glänzende Haarpracht.


Das Hormon greift in den Haarzyklus ein und sorgt dafür, dass die Haarfollikel länger in der Wachstumsphase bleiben. Das Haarwachstum dauert also länger an und die einzelnen Haare leben länger. In Folge ist das Haar kräftiger und voller. Die Schwangerschaftshormone und die verbesserte Durchblutung sorgen außerdem für einen gesunden Glanz der Haut und Haare.

Was sind die Ursachen für Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Der Grund, weshalb die Haare während der Schwangerschaft umso schöner sind erklärt gleichzeitig auch, warum sie wenige Zeit nach der Geburt ausfallen. Das zusätzliche Östrogen wird vorwiegend in der Plazenta gebildet, weshalb der Östrogenspiegel nach der Entbindung rasch absinkt.


Der Hormonspiegel beginnt, sich zu normalisieren und etwa zwei bis vier Monate nach der Geburt fallen die Haare büschelweise aus. Das hängt damit zusammen, dass die vielen Haare, die länger in der Wachstumsphase geblieben sind, nun gleichzeitig in die Ruhephase übergehen und dann schließlich ausfallen.

Für die betroffenen Mütter ist der Haarausfall nach der Schwangerschaft daher kein Grund zur Sorge. Es fallen schließlich nur die Haare aus, die durch das verlängerte Haarwachstum länger gelebt haben, gemeinsam mit den Haaren, die dem normalen Haarzyklus gefolgt sind.


Beim Haarausfall nach Schwangerschaft spricht man auch vom sogenannten postpartalen Effluvium

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Verursacht das Stillen den Haarausfall nach der Geburt?

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass das Stillen schuld am Haarausfall nach der Geburt ist. Dadurch, dass bei Müttern, die ihr Baby stillen, der Haarausfall später auftritt, denken viele, dass das Stillen für den Haarverlust verantwortlich ist. Jedoch verzögert sich durch das Stillen einfach nur die Umstellung der Hormone, und macht sich teilweise erst nach dem Abstillen bemerkbar. Spätestens dann kommt es zum sinkenden Östrogenspiegel und die Haare fallen aus.

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Wie lange dauert der Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Haarausfall nach Schwangerschaft ist üblicherweise nur ein vorübergehendes Phänomen und genau genommen kein krankhafter Haarausfall. Es handelt sich lediglich um eine Phase, in der das Haarwachstum sich wieder auf den Zustand vor der Schwangerschaft einstellt. Wie lange der Haarausfall bestehen bleibt, ist bei jeder Mama unterschiedlich.


Bemerkbar macht sich der Haarausfall meist, wenn das Baby schon zwei oder drei Monate auf der Welt ist. Bis der Haarzyklus sich normalisiert hat, vergehen etwa sechs weitere Monate. Rund neun Monate nach der Geburt bzw. mit dem Ende der Stillzeit sollte sich alles wieder normalisiert haben und der Haarausfall kein Thema mehr sein.


Besteht der Haarausfall nach dieser Zeit noch immer oder verstärkt sich, sollten Sie das Gespräch mit einem Arzt suchen. Dann kann es sein, dass der Haarausfall nach der Schwangerschaft mit einem Nährstoffmangel zusammenhängt oder eine andere Ursache hat.

Ist jede Frau vom Haarausfall nach Schwangerschaft betroffen?

Fast alle Frauen sind von Haarausfall nach der Schwangerschaft betroffen. Nur der individuelle Haarverlust kann sehr unterschiedlich stark sein. Während bei einigen Frauen die Haare büschelweise in der Bürste zurückbleiben oder sich sogar kahle Stellen auf dem Kopf bilden, merken andere Frauen fast nichts davon oder finden lediglich ein paar Haare mehr auf dem Kopfkissen.

Hat man bei erneuten Schwangerschaften mehr Haarausfall nach der Geburt?

Wenn die Schwangerschaften rasch aufeinander folgen, kann es sein dass dem Haarzyklus die nötige Zeit fehlt, um sich zu normalisieren. Die Haare können nicht genug nachwachsen, weshalb es bei der erneuten Schwangerschaft so aussieht als wären sie dünner. Die zweite Schwangerschaft beginnt dann mit insgesamt weniger Haaren auf den Kopf, wodurch es zur Vorstellung kommt, dass nachfolgende Schwangerschaften den Haarausfall verschlimmern.

Praktisch gesehen wird der Haarausfall nach der Geburt auch bei nachfolgenden Schwangerschaften nicht schlimmer.

Wann sollte man bei Haarausfall nach der Schwangerschaft zum Arzt?

Einige ausgefallene Haare sind kein Grund für einen Besuch beim Arzt. Normalerweise gibt es keinen Zusammenhang mit der Gesundheit. Jedes Haar hat etwa eine Lebensspanne von insgesamt zwei bis sechs Jahren. Danach fällt es aus und an der gleichen Stelle wächst ein neues Haar nach. Daher ist es ganz normal, dass man täglich bis zu 100 Haare verliert.


Bleibt der Haarausfall jedoch über einen Zeitraum von mehreren Wochen bestehen, fallen täglich mehr als 100 Haare aus oder bilden sich am Kopf kahle Stellen, kann es sich um einen krankhaften Haarausfall halten. Der Haarausfall nach der Schwangerschaft betrifft in der Regel den gesamten Kopf und es kommt zu einem gleichmäßigen Ausdünnen der Haare. Dann spricht man auch von diffusemHaarausfall, der sich vor allem an den Schläfen und dem Scheitel bemerkbar macht.


Hält der Haarausfall nach der Schwangerschaft erheblich länger als neun Monate an, ist ein Arztbesuch ratsam. Besonders, wenn zusätzlich Symptome wie Fahlheit der Haut oder eine anhaltende Müdigkeit auftreten. Dann kann ein Nährstoffmangel durch die Schwangerschaft Grund für den Haarausfall sein. Nicht selten sorgt ein Eisenmangel für einen starken Haarausfall nach der Schwangerschaft, der länger anhält. In diesem Fall ist ein ärztlich verschriebenes Nährstoffpräparat zu empfehlen.


Haarausfall nach der Schwangerschaft oder zum Beispiel dem Absetzen der Anti-Baby-Pille kann auch hormonell-erbliche Ursachen haben. In diesem Fall reagiert der Körper genetisch bedingt überempfindlich auf das männliche Geschlechtshormon Testosteron und seine aktive Form (DHT). Das Östrogen sorgt im Normalfall für einen Ausgleich, weshalb die Haare nicht ausfallen. Kommt es jedoch zu hormonellen Schwankungen, wie es bei einer Schwangerschaft oder dem Absetzen der Pille der Fall ist, gewinnt das DHT an Übergewicht und die Haare fallen aus.


Liegt ein nicht krankheitsbedingter Haarausfall vor, wie es auch nach der Schwangerschaft oft der Fall ist, können pflanzliche Produkte wie Rezilin helfen. Andere Formen des Haarausfalls sollten unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden. Meist sind hier Medikamente von Nöten.

Was hilft gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Bei Haarausfall nach der Schwangerschaft brauchen die Frauen vor allem eins: Geduld. Das Haarwachstum reguliert sich von allein. Chemische Produkte oder Medikamente wie Minoxidil sind laut Experten nicht zu empfehlen. Erstens lässt der Haarausfall nach der Geburt von allein wieder nach und zweitens können manche Medikamente die Gesundheit des Babys während der Stillzeit gefährden.


Wichtig ist, dem Körper nach der Entbindung die nötige Zeit zu geben. Die Schwangerschaft und die Geburt sind eine große Belastung, von der der Körper sich erholen muss. Auslösende Ursachen wie Schlafmangel, Stress und eine unausgewogene Ernährung können den Haarverlust verstärken. Um das zu vermeiden, helfen folgende Tipps:

  • besonders in den ersten Wochen nach der Entbindung viel Ruhe
  • vitamin- und nährstoffreiche Ernährung (schon während der Schwangerschaft)
  • Shampoos, Produkte und Haarkuren für dünnes Haar nutzen (z.B. Rezilin), um die Haare nicht zusätzlich zu beschweren
  • auf streng gebundene Zöpfe und Dutts verzichten, um Haarausfall durch mechanische Reibung vorzubeugen

Da es meist einige Zeit dauert, bis die gewohnte Haarpracht wieder zurück ist, kann auch ein neuer Haarschnitt helfen, den Ausfall des Haares zu kaschieren. Auch gefärbte Strähnen oder Highlights lassen das Haar voller und voluminöser erscheinen.

Wie kann man Haarausfall nach der Schwangerschaft vermeiden?

Da der Haarausfall nach der Schwangerschaft hormonelle Ursachen hat, kann man leider auch nichts dagegen tun oder ihm vorbeugen. Da jedoch häufig noch andere Faktoren dafür sorgen können, dass das Haar ausfällt, gilt es diese schon während der Schwangerschaft zu vermeiden.


Schwangere sollten dem Körper genug Ruhe gönnen und Schlafmangel und Stress bestenfalls vermeiden. Wer am besten immer auf eine ausgewogene Ernährung achtet und den Körper mit allen benötigten Vitaminen und Nährstoffen (wie vor allem Eisen) versorgt, kann den Haarausfall vorbeugen, sofern er durch einen Nährstoff- oder Eisenmangel entstanden ist.


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